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Die klassische Insel Teneriffa

Manchmal wird der Natur nachgeholfen ...

Teneriffa, die größte und abwechslungsreichste Insel des Kanarischen Archipels, wurde frühzeitig für den Tourismus erschlossen. Bereits seit Ende des letzten Jahrhunderts überwinterten die Engländer auf Teneriffa, die noch heute das größte Tourismuskontingent auf der Insel stellen. Doch erst in den fünfziger Jahren setzte der bis heute währende Touristenansturm ein; in Puerto de la Cruz entstanden die ersten Betonburgen. Seither wurde die Insel Stück für Stück touristisch erschlossen.

Teneriffa / Puerto de la Cruz
Blick über die Dächer von Puerto de la Cruz
auf den Atlantik (Foto: Karl-Heinz Antelmann)

Vor allem der sonnenverwöhnte Süden garantiert den erwünschten Urlaubsteint. Mit den kilometerlangen Sandstränden von Fuerteventura und Gran Canaria kann Teneriffa nicht mithalten, nur das Surferparadies El Médano weist einen größeren natürlichen Sandstrand auf. Doch die Tenerifenos schafften Abhilfe: Molen wurden angelegt, um die Brandung abzuhalten, so dass sich Sand ablagern konnte. Der Magistrat von Santa Cruz ließ gar für mehr als acht Millionen Mark goldgelben Sand aus der Sahara heranschiffen, um bei San Andrés einen fast 1,5 Kilometer langen künstlichen, von Palmen gesäumten Badestrand (Playa de las Teresitas) anzulegen. Am Hafen von Puerto de la Cruz, das sich in wenigen Jahrzehnten vom Fischerdorf zum Weltbad gemausert hat, entwarf der bekannteste kanarische Künstler, das Allroundgenie César Manrique, 1977 auf einer Landzunge das Meeresschwimmbad Costa de Martiánez: eine phantasievolle künstliche Seenlandschaft mit mehreren Schwimmbecken, Wasserfällen, Palmen, Basaltinseln, Skulpturen, Bars, Restaurants und einem Nachtclub.

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