El Hierro - "das Ende der Welt"
Pinienwald und Rieseneidechsen
Das eher unscheinbare El Hierro ist in gewisser Hinsicht auch eine Insel der Superlative. El Hierro ist nicht nur die südlichste, westlichste Insel des Archipels, sondern ist zugleich die jüngste, dünn besiedelste und ärmste Insel. Nicht genug: wer durch den schönsten Pinienwald der Kanaren streifen will, muss ebenfalls nach El Hierro kommen. Zudem stammen aus Hierro bekanntlich die besten Luchadores. Schon von frühester Jugend an proben die Herreños ihre Kraft im Lucha Canaria, dem Kanarischen Ringkampf. Wer zweimal den Boden mit einem anderen Körperteil als den Füßen berührt hat, verlässt die Kampfstätte als Verlierer.
Vor
dem Mirador de la Peña an der Nordküste liegen die Roques Salmór
im Meer. Die kleinen Felsen sind der letzte Lebensraum der Largatos
Gigantes, einer hierher zurückgedrängten Echsenart. Nur rund
ein paar Hundert Exemplare dieser archaischen Rieseneidechsen
leben noch hier.
Die Roques Salmór markieren den östlichen Teil von El Golfo. Dieser halbrunde mächtige Rand eines im Meer versunkenen Vulkankraters riesigen Ausmaßes ist ohne Frage die landschaftlich reizvollste Region der Insel. Zudem liegen in der Bucht die fruchtbarsten Böden Hierros. Der schönste Blick auf El Golfo eröffnet sich übrigens vom Mirador Jinama.