Gomera
Die Insel des Alternativtourismus
Eine Insel, die lange Zeit nur mit dem Schiff zu erreichen war, strahlt eine ungleich höhere Anziehungskraft aus; sie vermittelt ein Gefühl der Ruhe und Abgeschiedenheit, stillt die Sehnsucht nach einem irdischen Paradies.

Wanderer beim Laja Stausee
Doch sobald sich Landepisten auf ihrem Rücken breit machen, verkürzt sich die Reisezeit drastisch, gerade so, als ob die Insel über Nacht der Zivilisation ein paar Tausend Kilometer näher gekommen wäre. Auch Gomera hat dieses "Schicksal" ereilt: 1999 eröffnete der seit mehreren Jahren geplante Flughafen den Protesten der Umweltschützer zum Trotz. Der Geldmangel der Kanarischen Regionalregierung konnte beseitigt werden: die staatliche Flughafenverwaltung Spaniens hat die fehlenden Gelder zur Verfügung gestellt: Damit erhält nun auch Gomera als letzte Insel des Archipels einen Flughafen.
Bleiben wird die Schiffsverbindung: Mehrmals täglich setzten die Ferry Gomera und das Tragflügelboot Barracuda von Los Cristianos auf Teneriffa nach Gomera über. Die Inselhauptstadt San Sebastián ist zugleich der Haupthafen Gomeras.

Die Inselhauptstadt San Sebastián mit Blick auf den Teide
Von der Hafenmole aus streben die Touristen der Plaza de la América zu, besteigen den Bus oder das Taxi und verteilen sich über die Insel, zumeist in Richtung Valle Gran Rey, dem schönsten Tal der Insel.