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Fuerteventura - ein Hauch von Afrika

Ein Lob auf die Monotonie

Im Inselinneren lockt eine asketisch anmutende Landschaft voll karger Ursprünglichkeit. Eine dünnbesiedelte weitläufige Ebene erstreckt sich zwischen dem buckeligen Mittelgebirge und dem Meer. Nur selten wird die pastellfarbene Monotonie durch das Grün einer Oase oder das Weiß der Häuser aufgelockert. Man muss die melancholische Stimmung auf sich wirken lassen, um sie als wohltuend zu empfinden; allzu sensible Gemüter leiden unter einem Anflug von Tristesse.

Fuerteventura / Mühle bei Tefia
Windmühle auf kargem Boden bei Tefia

Der dürre Boden gibt wenig her, gerade genug für die Ziegenherden, die Puerto del Rosario einst den Namen gaben. Bis 1956 hieß der Hauptort der Insel nämlich noch Puerto de Cabras. Aber wer wohnt schon gerne in einem "Ziegenhafen"?

Insel der Verbannten

Fuerteventura erschien dem spanischen Diktatoren Primo de Rivera als trostlos und abgelegen genug, um die anarchistischen Oppositionsführer hierher zu verbannen. Unter den Verbannten war auch der Dichter und Philosoph Miguel de Unamuno y Jugo, an den nordwestlich von Puerto del Rosario ein Denkmal erinnert.

Fuerteventura / Denkmal
Denkmal des Dichters und Philosophen
Miguel de Unamuno y Jugo in Tindaya

Seinem Schicksal zum Trotz konnte sich der gebürtige Baske an diesem Eiland erfreuen: "Dieses Skelett aus Erde, felsiger Eingeweide, die aus der Tiefe des Meeres emporsteigen, Vulkanruinen; dieses rötliche, vom Dunst gepeinigte Gerippe! Und doch welche Schönheit! Ja Schönheit! Sichtbar für den, der das innere Geheimnis der Form zu suchen versteht, die Essenz des Stils in den klaren Linien des Skeletts; für den, der in einem kahlen Totenschädel die Schönheit eines Kopfes zu entdecken weiß."

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