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Wasser und Wolkenkratzer in der Hauptstadt

Gut eine Stunde schon rollen wir auf der sechsspurigen QEW (Queen Elizabeth Way) durch ein langes Siedlungsband Toronto entgegen. Für einen Besuch der Metropole wurde uns der 5 Sterne Campground Dedar Beach empfohlen, von dort gelangt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Zentrum. Auch wenn wir nach über drei Wochen schon viel Erfahrung mit unserem Fleet Wood 24 haben, so wollen wir uns einen Stadtbesuch mit dem 7 Meter langen Fahrzeug doch nicht antun. Schon während der Fahrt fällt uns die Vielfalt der Nationen auf, die hier – offensichtlich friedlich - miteinander leben. 400.000 der über 4 Millionen Einwohner sind Italiener, 350.000 Chinesen, 180.000 Osteuropäer... insgesamt mehr als 100 Nationalitäten.

Kanada / Toronto Skyline
Blick auf Torontos Innenstadt

In Chinatown (Foto rechts), nur wenige Schritte auf der Dundas Street Richtung Westen, glauben wir eine andere Welt betreten zu haben. Nicht nur die anderen Gerüche, Kanada / Chinatown in Torontodie uns in die Nase steigen, auch die Auslagen der Gewürze, Früchte und Gemüsesorten, die wir z.T. noch nie gesehen haben, faszinieren uns. Dazu die anderen Schriftzeichen, die Sprache und die chinesischen Restaurants. Im angrenzenden Kensington Market haben sich vorwiegend Juden angesiedelt. Nach 1960 sollte dieser Bereich „weg saniert werden“, was die Bewohner bis heute erfolgreich verhindern konnten. Auffallend sind in diesem Viertel die vielen Fischgeschäfte, in denen sogar Klippfisch aus Norwegen angeboten wird. Rasterlocken und Scaterfahrer dominieren dagegen in der breiten Queensstreet. Nahe der Wasserlinie recken sich Wolkenkratzer in den Himmel. Fast überall spiegeln sich die Fassaden in den Häusern wider. Winzig wirken dagegen die Gebäude aus der Gründungszeit – damals immerhin schon vierstöckig. Wie ein Wahrzeichen lugt der schlanke C.N. Tower fast überall zwischen den Straßenfluchten hervor. Das einst höchste Gebäude der Welt (553 m) dient uns somit immer wieder als Orientierungspunkt. Die Aussicht in 457 Metern Höhe ist einzigartig und während des Abendessens im Drehrestaurant kann man die Stadt in Ruhe von allen Seiten betrachten.

Als grüne Oase entpuppen sich die vorgelagerten Inseln, nur 5 Minuten mit der Fähre entfernt. Von City Island bietet sich wohl der beste Fotoblick auf die Skyline Torontos mit dem berühmten Stadium „Skydom“ in erster Reihe neben dem CN-Tower, den Bankpalästen und Superhotels. Vom Restaurant oder einer der Picknickbänke aus kann man den Aktivitäten auf dem Wasser zuschauen: wie die Fährschiffe übersetzen, die alten Schoner zur Hafenrundfahrt auftakeln und Kanuten nach Feierabend ihre Runden drehen. Auch über dem Wasser zeigt sich Toronto mit den startenden und landenden Privatjets sehr busy. Eine Topadresse für ausgefallene indianische Kunst entdecken wir zum Schluss in der Frontstreet West, nicht weit vom besagten Tower entfernt. Die Bay of Sprits Gallery biete so ausgefallene Arbeiten, dass wir nicht widerstehen können ...



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