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Was Besucher hier machen, wenn sie nicht nur zum Faulenzen kommen? Die Îles-de-la-Madeleine gelten in Kanada, wo "the great outdoors" zuhause sind, als ganz besonderes Juwel. Da sind beispielsweise 300 Kilometer Sandstrände und eine Wassertemperatur, die im Hochsommer höchst un-kanadische 21 Grad erreicht. Wer nicht baden und sonnenbraten will, der kann auf den Dünen von Insel zu Insel reiten, immer am Strand entlang und hinein in die untergehende Sonne. Outfitter in Cap-aux-Meules bieten Tauchtouren in unterseeischen Grotten, Tagestouren zu den Robben- und Seevogelkolonien auf der unbewohnten Île de Brion und verleihen auch Mountainbikes, Segelboote und Surfbretter. Der Wind bläst, wie es sich gehört .. Die kanadischen Windsurfmeisterschaften finden seit jeher auf den Îles-de-la-Madeleine statt.

"Les Îles" wären jedoch kein Paradies, wenn es nicht irgendwo auch eine Schlange gäbe. Die Madelinots leben auf einer Sanduhr, denn ihre Inseln leiden an Schwindsucht. Das Meer nagt an den Sandsteinfelsen und verschlingt jährlich ansehnliche Brocken.


© André Vignau

Da wird man notgedrungen zum Philosophen und veranstaltet auf Havre-Aubert jedes Jahr im August einen Wettbewerb im Sandburgenbauen. Drei Viertel der Inselbevölkerung nimmt daran teil. Sogar einen professionellen Sandkünstler gibt es. "Für meine Sandskulpturen musste ich spezielle Sandwerkzeuge basteln", erzählt Albert Cummings jedem, der sich in seinen Workshop in Havre-Aubert verirrt. "Die sind sogar patentiert!" Albert ist ein rattenschwanztragendes Original, heiter im Hier und Jetzt, ein bisschen naiv und voller Lebensfreude. So wie alle Madelinots.

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