
Auf Kanadas steilsten Pisten
Lake Louise und Banff bieten
Winter-Luxus und Tiefschnee-Spaß
Text und Fotos: Hilke Maunder

Unendliche Weiten in Weiß, gepudert mit pulvertrockenem Champagner-Schnee: Im kanadischen Skizirkus von Banff und Lake Louise fühlen sich Wintersportler wie im siebten Himmel.

Mount
Columbia (oben) und das mehr als
hundert Jahre
alte Banff Springs Hotel
Hundert
Kilometer präparierte Piste und zahlreiche Seitentäler
mit Tiefschnee machen Lake Louise mit insgesamt 1.600 Hektar zum
größten einzelnen Skigebiet Kanadas. Hier, wo im November
die Elite der Skidamen stets zum ersten Weltcup-Rennen der Saison
startet, werden mehr als hundert Abfahrten an den Flanken von Mount
Whitehorn (2.672m) und der Eagle Ridge (2.530m) allen Ansprüchen
gerecht.
Anfänger
freuen sich über breite, flache „Autobahnen“, auf
denen sie die Ski einfach laufen lassen und die Aussicht genießen
können: Hier der vereiste Lake Louise mit dem Victoria-Gletscher,
dort der Temple Mountain und die Bergriesen der Rockies (Foto rechts:
Mount Columbia in den Rockies, mit 3747 Metern der höchste
Punkt in der Provinz Alberta).
Konditionsstarke
Könner schwingen und springen zwischen mannshohen Buckeln hin
und her. Auf Tiefschnee-Profis warten windgeschützte „back
bowls“, Schneeschüsseln auf der baumlosen Rückseite
der Berge, und Kanadas steilster Hang. Und wer dann doch plötzlich
Schwierigkeiten hat, seine kühnen Wedelträume zu verwirklichen,
muss dennoch nicht die Ski abschnallen. Auch aus dem schwersten
schwarzen Hang führt eine leichtere Alternative zurück
ins Tal – so haben Anfänger, Könner und Experten
gleichermaßen Zugang zum gesamten Gebiet.
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