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In Ribe dreht der Nachtwächter
im Sommer seine Runde

Durch die Landgewinnung sind Städte wie Tønder oder Ribe, die früher einmal am Meer lagen, weiter von der Küste entfernt. Das gemütliche Städtchen Tønder war im letzten Jahrhundert das Zentrum der Klöppelarbeit. Den einstigen Reichtum kann man heute noch an den Fassaden ablesen und im Museum einiges über die Klöppelkunst erfahren.

Ein Touristenmagnet ist auch die alte Wikingersiedlung Ribe. Das alte homogene Zentrum liegt am Ufer des Ribe Å. Ausgrabungen seit den 70er Jahren haben ergeben, daß Ribe ein großer Handelsplatz der Wikinger war, der an Bedeutung mit Haithabu in Schleswig oder Birka in Schweden vergleichbar sein dürfte.
Der Nachtwächter führt im Sommer die Besucher durch die Stadt. Bei einem Rundgang durch die alten Gassen erfahren sie spannendes über die Entwicklung der Stadt und von den verschiedenen Strumflutkathastrophen. Am Tage lohnt sich der Aufstieg auf den Glockenturm des Doms, der das Zentrum überragt. Nach 247 Stufen kann man ein weites Panorama über die Marschlandschaft genießen.

Unser Restauranttipp in Ribe: Weis Stue am Marktplatz (Torvet 2). Das die Geschichte des Hauses bis 1600 zurück reicht, ist den windschiefen Balken schon anzusehen. Die holländischen Kacheln zeigen den Wohlstand des einstigen Hausherren. Der rustikale Rahmen wird durch die derben Holztische unterstrichen. Wer in den Genuß der vorzüglichen Küche kommen möchte, sollte einen Tisch reservieren lassen.

Sehenswertes:

Viking Museum, Odinsplads. "Ribe zur Zeit der Wikinger und des Mittelalters" heißt das Thema des modernen Museums, das 1995 an der Stelle eröffnet wurde, an der sich die einstige Wikingersiedlung befand. Die Fundstücke werden ergänzt durch Fotos und Schautafeln die zusammen mit den deutschsprachigen Texten einen guten Einblick in das Leben zur Zeit der Wikinger vermittelt. Das Marschland war damals schon ein Weidegebiet und Rinder die wichtigste Handelsware. Die Wikingersiedlung lag am Knotenpunkt des See- und Landwegs. Gut geschützt ein Stück vom Meer entfernt am Nordufer des Å. Die sensationellen Funde im Museum zeigen sehr gut den Alltag der Wikinger. Man erfährt auch, wie die Bürger im Mittelalter gelebt haben, wie Krankheiten geheilt wurden und wie ein Badetag aussah, an dem es nicht nur um die Hygiene ging.

Spielzeugmuseum, von Støckens Plads 2. Das Museum zeigt mit seinen unglaublich vielen Exponaten einen breiten Querschnitt der Geschichte des Spielzeugs der letzten 130 Jahre. Bemerkenswert sind die Porzellanpuppen und die aufziehbaren Spielsachen.

Tipp: Vikingcenter. Wie die Nordmänner gelebt haben, wird in dem spannenden Wikingerzentrum gezeigt. Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte hierfür unbedingt einen Tag einplanen.



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