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Der Limfjord – ein Surfparadies

Der Limfjord hat in Puncto Wildheit nichts mit den westnorwegischen Fjorden gemeinsam. Vielmehr erinnert der Meereinschnitt an einen riesigen See. Bei deutschen Urlaubern steht er nicht so hoch im Kurs wie bei den Dänen, mit Ausnahme den Surfern, die finden hier Topreviere. Struer, Lemvig und Ejsingholm heißen die Treffpunkte im hohen Norden Jütlands. Die Bedingungen sind so ideal, daß hier sogar Europa- und Weltmeisterschaften durchgeführt wurden. Wer sein eigenes Bord nicht dabei hat, kann sich in den Surfschulen das passende Material ausleihen.

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Insider finden entlang des Limfjords auch zur Hauptsaison noch ruhige Ecken. Idyllisch liegt der alten Frederik VII. Kanal beim Fjordstädtchen Løgstør an der breitesten Stelle des Limfjordes. Weil eine große Sandbank den Schiffsverkehr lange Zeit behinderte, begann man 1856 den kleinen Kanal zu graben. Bei einem Besuch des Limfjord Museums im ehemaligen Haus des Kanalvogtes kann man mehr über die mühevollen Arbeiten erfahren. Ein schöner Spaziergang führt auf dem einstigen Treidelweg am Kanal entlang.

Von den meisten größeren Orten am Limfjord wie Struer, Skive oder Thisted werden zur Hochsaison Bootsfahrten angeboten. Bei schönem Wetter eine feine Sache um die weite des Meeresarms zu erleben.

Bei der Einfahrt in den Fjord von Osten hat sich Aalborg mit über 150.000 Einwohnern zu einer der größten Städte Jütlands entwickelt. Schon die Wikinger hatten den geschützten Fjord als Siedlungsplatz gewählt. In der Nähe der Großstadt wurde bei Lindholm Høje der größte Wikingerfriedhof des Landes entdeckt. Zwischen 500 und 1000 wurden etwa 700 Gräber meist in Form eines Schiffes auf dem Hügel angelegt.
Am Limfjord hatten die Wikinger auch ihre größte Befestigungsanlage. Fyrkat lag an einem wichtigen Handelsweg und gehört neben Trelleborg auf Seeland, zu den vier Wikingerfestungen die in Dänemark entdeckt worden sind. Diese Anlage bestand aus 16 Häusern und war durch zwei Wälle mitten im Sumpfgebiet gut geschützt. Eines der Häuser wurde rekonstruiert.

Tipp für Antiquitätensammler: An der Ostseite des Fjords steht der Staarup Hovegaard. In dem alten Herrensitz befindet sich eine der größten Verkaufsausstellungen für Antiquitäten und Kunst Jütlands. Die Räume sind wunderbar eingerichtet und im Gegensatz zu einem Museum kann man hier das kaufen, was einem gefällt - vorausgesetzt das Bankkonto ist entsprechend gut gefüllt. Zufahrt: Auf der Landstraße 579 Richtung Virksund, dann ausgeschildert.

Limfjord mit dem Fahrrad: Eine sehr schöne Radtour läßt sich um den nord-östlichen Teil des Limfjords legen, über Ålborg bis an die Ostsee bei Hals. Ausgeschildert als Radweg 103, verläuft diese Route über abgelegene Landstraßen, die wenig befahren sind, ausgenommen Ålborg und einige Orte. Am nördlichen Teil der Strecke liegen die berühmten Sehenswürdigkeiten aus der Wikingerzeit: Lindholm Høje und Aggersborg. Bei Aalborg läßt sich die Route mit dem Nationalen Fahrradweg Nr. 3 kombinieren, im Norden mit der Route 1. Die Tour ist 180 km lang und nicht immer geteert (manchmal Schotter oder Waldweg). Blaue Hinweisschilder als Kennzeichen der nationalen Routen.



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