DAS PORTAL DEUTSCHSPRACHIGER REISEJOURNALISTEN

Spuren des Zweiten Weltkriegs
auf Schritt und Tritt

Die Strecke entlang der Westküste bis Hanstholm hält einige Merkwürdigkeiten bereit: Durch das Beifahrerfenster nehmen wir eine grün überzogene Mondlandschaft wahr, unter der sich bei genauerem Hinsehen überwachsene Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg verbergen. Dieser Bereich des Atlantikwalls wurde besonders gut befestigt. Als Tarnung waren die Unterstände zum Teil als Ferienhäuser getarnt.

Hanstholm ist heute eine großzügig angelegte Kleinstadt, modern, doch ohne rechte Atmosphäre. Von der Anhöhe bietet sich ein weiter Blick über den modernen Hafen. Hier liegen die Trawler in dreier Reihen, am Kai werden Netze geflickt, die Fische in den Kühlhäusern verfrachtet oder die Boote mit neuem Eis über große Fließbänder beladen.

Im zweiten Weltkrieg lag an dieser Stelle der kleine Fischerort Hansted, bis deutsche Militärstrategen gerade diesen Flecken auswählten, um hier das Herzstück des Atlantikwalls zu errichten. Die Küstenbefestigung entlang der gesamten Atlantik- und Nordseeküste sollte eine befürchtete Invasion der alliierten Truppen abwehren oder wenigstens erschweren. Binnen kürzester Zeit wurden knapp 500 Bunker um Hanstholm buchstäblich in den Sand gesetzt und dabei enorme Mengen Stahlbeton verbaut. Der größte Teil steht heute noch. Mit den gewaltigen 38 cm Geschütze in Hanstholm und auf der Gegenseite in Kristiansand (Südnorwegen) konnte der Eingang ins Kattegat abgeriegelt werden. Einer dieser Geschützbunker ist heute als Museumsbunker zugänglich. Mit gemischten Gefühlen lesen wir, daß letztendlich die Dänen selber die Kosten für diese Küstenverschandelung bezahlen mußten.

Am anderen Ende der Stadt wurde im Leuchtturm ein Museum zum Thema: Küstenfischerei, Geologie, Rettungswesen eingerichtet.

Unser Restauranttip: Fischrestaurant Messen. Direkt am Kai (Lindbergsgade 71) liegt das freundlich eingerichtete Restaurant mit Blick zum Hafen. Hier wird nach alten Rezepten gekocht. Als Vorspeise vielleicht Hummersuppe und zum Hauptgericht beispielsweise Dorsch mit Speck gefüllte.

Tipp für Hochseeangelr: "Das Gelbe Riff", eines der besten Fischgründe Europas. Hier wurden Rekordfische von über 30 kg und mehr als 1,60 m Länge!! gefangen. Das Riff liegt 2 Std. von Hanstholm entfernt und täglich fahren mehrere Kutter bei entsprechendem Wetter hinaus. Trotzdem ist Reservieren ratsam, besonders am Wochenende. Bei Windstärken von über 10 m/s werden die Fahrten abgesagt und das Geld ausbezahlt. Als Ausrüstung sind Pilkerruten von 20-30 lbs ratsam. Als Köder Pilker von 200-500 Gramm und "Gümmiwürmer in rot, gelb oder Orange. Als Schnur wird 0,6 mm empfohlen und ein kräftiger Vorfächer von mindesten 0,7 mm.
Auskunft beim Touristenbüro.

Für Radfahrer führt in Hanstholm der Nationale Radweg Nr 1 weiter gen Norden. Unserer Meinung nach der schönste Teil im nördlichen Bereich. Durch wellige Dünenlandschaft, das Naturschutzgebiet "Klittplantage" und von Blokhus bis Løkken auf dem festen Sandstrand. Vorbei an dem versandeten Leuchtturm und die absturzgefärdete Kirche Mårup bei Lønstrup über Hirtshals an die Nordspitze Dänemarks nach Grenen.

In dem abwechslungsreichem Familenpark Fårup Aqua und Sommerland gibt es die schnellste Wasserrutsche mit einer Länge von 130 Metern.



Reiseveranstalter Dänemark

Reiseveranstalter Grönland




home | Länder A - Z | Reiseführer | Länderinfos | Kulinarische Reisen | Städtereisen Deutschland | Urlaub in Deutschland
Reiseführer Kopenhagen | Kurzreiseführer Jütland | Reiseführer Berlin | Reiseführer Bremen | Reiseführer Dresden

 

Twitter
RSS