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JORDANIEN

Reisetipps für Natur- und Rucksackurlauber

Text und Fotos: Norbert Suchanek

Jordanien kann zu jeder Jahreszeit bereist werden. Während des Sommers ist aber mit Temperaturen über 35 Grad Celsius im Schatten zu rechnen - Schatten sucht man allerdings in Ostjordanien oft vergebens.

Jordanien - die östliche Wüste bei Azrak
Die östliche Wüste bei Azrak

Im Winter muss der Reisende in den westlichen Bergen und auf dem östlichen Hochplateau mit Nachtfrost rechnen. Wer mit Zelt unterwegs ist oder die einfachen Pensionen - in vielen Häusern Jordaniens gibt es keine Heizung - nutzen will, sollte deshalb im Winter unbedingt einen warmen Schlafsack mitnehmen. Aufgrund der seltenen Regenfälle und seiner herrlichen Sonnenuntergänge, ist Jordanien ideal, um unter freiem Himmel zu schlafen. Doch Vorsicht ist angebracht. Gerade in den abgelegen, steinigen Regionen, wo auch die Nationalparks zu finden sind, sollte unbedingt auf Skorpione geachtet werden. Auch sind mehrere giftige Schlangenarten - darunter die sandfarbene Hornviper (Cerastes cerastes) und die herrlich gezeichnete Palästina-Viper (Echis coleratus) - in Jordanien zu Hause.

Ausgangspunkt der meisten Touren ist die Hauptstadt Amman, die von mehreren internationalen Fluggesellschaften angesteuert wird. Für Touristen, die die Lebensart der Jordanier kennen lernen und obendrein noch preisgünstig reisen wollen, empfehlen sich die öffentlichen Verkehrsmittel.

Jordanien - Amman
Amman

Alle Städte und auch viele Dörfer Jordaniens sind mit Bussen oder sogenannten Sammeltaxis - sie kosten etwas mehr, sind aber schneller als die Busse - zu erreichen. Besonders zu empfehlen ist ein Ausflug von Amman aus in den Norden Jordaniens mit der Hedjaz-Bahn. In fast allen Städten und Dörfern finden sich auch preisgünstige, einfache Pensionen. Die Anreise zu den einzelnen Nationalparks ist zwar ebenso ohne eigenes Fahrzeug möglich, doch weil es keine direkten Busverbindungen gibt, ziemlich abenteuerlich. Gästehäuser oder Zeltunterkünfte gibt es bislang nur im Reservat von Wadi Rim und Dana - dies kann sich allerdings in naher Zukunft ändern.

Übrigens: Von Jordanien aus lohnt sich auch ein Abstecher über die Grenze in die palästinensischen Gebiete und nach Israel. Täglich fahren mehrere öffentliche Busse und etliche Sammeltaxis von Amman zum Grenzübergang Allenby Bridge. Daneben wurden inzwischen auch Grenzübergänge im Norden des Landes bei der King Hussein Bridge und im Süden bei Akaba, Arava, eingerichtet. Da Israel aber unterschiedliche und gepfefferte Ausreisegebühren verlangt, sollte man sich mehr Zeit für Palästina/Israel vornehmen, denn sonst könnte ein kurzer Ausflug seht teuer kommen. Aus Kostengründen empfiehlt sich beispielsweise die Einreise nach Israel an der Allenby Bridge und die Ausreise nach Jordanien bei der King Hussein Bridge. Denn Israel verlangt an der Allenby Bridge eine Ausreisegebühr.

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