Leoparden-Spuren in Wadi Dana
Die weiter südlich gelegenen Schluchen des Wadi Dana-Reservats sind nicht weniger spektakulär als in Mujib. Das 1989 eingerichtete 308 Quadratkilometer große Schutzgebiet wurde erst 1993 für Besucher geöffnet. Es reicht von 1700 Höhenmetern bis hinunter ins minus 300 Meter tiefe Wadi Araba und gilt als Geheimtipp unter Natururlaubern. Im April öffnet es seine Pforten, nachdem es während der Wintermonate für Touristen gesperrt ist. Damit sich, so die RSCN, die Pflanzen- und Tierwelt vom "Urlauberstress" erholen kann.

Natürliche
Felszeichnungen im Wadi Dana
Anfangs noch gänzlich ohne touristische Einrichtungen, verfügt Dana heute, elf Jahre nach seiner Gründung, über ein Besucherzentrum, zwei Campingplätzen und einem Gästehaus. Sechs Wanderwege führen durch das Schutzgebiet. Im Dana-Reservat leben wie in Mujib noch Wölfe, Wüstenluchse, Hyänen und Rotfüchse. Auch Wildkatzen wurden schon beobachtet und die Beduinen des Gebietes erzählen sogar davon, daß sich in Danas Felsenwildnis noch einige Leoparden aufhalten. Die Naturschützer des RSCN würden sich freuen, wenn dies tatsächlich der Fall wäre. Doch bislang hat noch keiner der Schutzgebiets-Ranger einen Leoparden in Dana zu Gesicht bekommen.

Beduinen in Wadi Dana
Wichtiger Bestandteil des Schutzprojekts von Wadi Dana ist die Herstellung und Vermarktung von lokal hergestelltem Kunsthandwerk und ökologisch produzierten Nahrungsmitteln. Diese können Urlauber im Besucherzentrum Danas sowie im benachbarten historischen Dorf gleichen Namens einkaufen.

Dorfvorsteher von Dana
Denn nach Ansicht des RSCN solle nicht nur die Natur, sondern ebenso die lokale Bevölkerung vom Schutzgebiet und den Naturtouristen profitieren.
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