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Während die unbelebte Natur von Rum im 20. Jahrhundert kaum Zerstörungen durch dem Menschen ausgesetzt war, mussten vor allem die größeren Säugetiere große Verluste hinnehmen. Zwar suchen noch heute gestreifte Hyänen sowie Lämmer- und Schmutzgeier im Wadi Rum nach Aas, jagen Sandkatze und Fuchs Wüstenhasen, Springmäuse und die zwischen den Felsen lebenden Klippschliefer, doch die zierlichen Gazellen, die einst in großen Herden zu Tausenden durch das Wüstental zogen, sind bis auf wenige Exemplare verschwunden. Die Gazellen waren früher ein wichtiger Fleischlieferant der Bevölkerung des Nahen Ostens. Weil die Jagd auf dem weiten, jordanischen Hochplateau aber früher ein mühsames Geschäft war, war der Bestand der Gazellen-Populationen niemals in Gefahr. Noch bis Mitte des 20.Jahrhunderts wurden im Königreich der Haschemiten Gazellen-Herden von über 10.000 Tieren bei ihren jährlichen Wanderungen beobachtet. Heute allerdings gibt es in ganz Jordanien höchstens noch wenige hundert. Folge von modernen Waffen und Geländefahrzeugen, die nach dem Ersten Weltkrieg zunehmend in den Nahen Osten gelangten.

"Sie haben mit Maschinengewehren solange auf die Herden eingeschossen, bis die Magazine leer waren", berichtet Othman Dawlet Merza. Der leitende Mitarbeiter der wichtigsten jordanischen Naturschutzorganisation, der Royal Society for the Conservation of Nature (RSCN), hatte diese Massaker an der Tierwelt der Wüste noch selbst miterlebt.

Jordanien - Strauß

"Opfer dieser schießwütigen Jagdgesellschaften wurden ebenso Leopard, Braunbär, Gepard, Wildesel, der Arabische Strauß und die Arabische Oryxantilope", sagt Othman Dawlet Merza, der als Direktor des Shaumari-Reservats viele Jahre lang das Nachzucht- und Wiederansiedlungsprojekt der Arabischen Oryx im Osten Jordaniens leitete.

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