ITALIEN
Gutshöfe, versteckt in Olivenhainen

Apulien: Familiäre Unterkünfte mit besonderer Note
Text und Fotos: Dominik Ruisinger
Die apulischen Masserien gehören zu den reizvollsten Unterkünften in Italien: einsame Gutshöfe, versteckt in Olivenhainen, meist aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Einst Sitz reicher Großgrundbesitzer haben sich einige der rund zweitausend Landhäuser dem Agriturismo geöffnet - den italienischen Ferien auf dem Lande. Unsere Reportage stellt einige typische Vertreter vor: von klein bis groß, von elegant-luxuriös bis ländlich-bescheiden, vom edlen Gutshof bis zum einfachen Steinhaus.

Der
Innenhof der Masseria lädt zum Verweilen
ein
Oliven, Oliven und immer wieder Oliven. Die Haine mit den silbern glänzenden Blättern scheinen endlos zu sein - hier zwischen Bari und Brindisi, im südöstlichen Apulien. Kein Wunder, dass die Region die Nummer eins unter den italienischen Olivenproduzenten ist. Kurz vor Ostuni führt ein Holperweg leicht bergauf. Inmitten von Zypressen und Pinien taucht Il Frantoio auf. „Willkommen in unserem Haus", kommt mir Armando am Eingang der weißen Masseria lächelnd entgegen.
Die Signora tischt auf
Der Innenraum des Gutshofes erstrahlt in warmem Kerzenlicht. Es ist bereits angerichtet. An langen Tafeln tischt Armandos Frau Rosalba regionale Spezialitäten auf: Schafskäse mit Feigen, mit Kapern gratinierte Sardinen, Pasta mit Shrimps, Lamm aus dem Ofen, ein Mandelmilch-Dessert. Zum Abschluss eine der 24 Likörsorten. Die Gäste genießen sichtlich, wie der Hausherr zufrieden beobachtet. Schließlich ist das Essen eine der Hauptattraktionen seiner Masseria.
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