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Italien - Latium
Zu Gärten, Grotten und Kutten

Text und Fotos: Jenny Kreyssig

Jenny Kreyssig war auf der Suche nach dem Argument Latiums, mit dem die italienische Region aus dem Schatten Roms treten will.

Päpste und Kardinäle wussten schon immer, wo es am schönsten ist. Nicht im Himmel, sondern auf Erden. Sie ließen sich ihre Residenzen dort anlegen, wo die Landschaft besonders reizvoll, die Aussicht imposant und die Luft am besten war. Und wenn die Natur es einmal nicht ganz so perfekt eingerichtet hatte, halfen sie einfach noch nach und fügten ihrem irdischen Paradies zauberhafte Gärten und weitläufige Parks hinzu. Als einer der großartigen Gärten Italiens gilt der der Villa Lante in Bagnaia. Der Ort liegt sechs Kilometer nordöstlich von Viterbo im Norden Latiums. Die Villa war bis 1656 Sommerresidenz der Päpste, seit 1972 gehört sie dem italienischen Staat und ist nur mit Sondergenehmigung zu besichtigen.

Lustpavillions und Brunnen der Giganten

talien / Latium / Mohren-Figuren

Italien / Latium / Brunnen

Frei zugänglich und spektakulär sind hingegen die Gartenanlage und ihre Wasserspiele, die den Lebensweg von der Geburt bis zum Alter symbolisieren. Schnell plätschert das Wasser zwischen zwei Lustpavillons von der Quelle im Felsen über eine Wasserkette mehrere Terrassen hinunter in den "Brunnen der Giganten", der die Flüsse Arno und Tiber als Rauschebartfiguren darstellt. Gemächlich fließend fängt sich dann das Wasser im großen Becken der Fontana del Quadrato mit vier grazilen Mohren-Statuen, umrahmt von einer harmonischen Grünanlage.

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