Das 1991 teils klassizistisch, teils modern erbaute Opernhaus, benannt nach dem Savoyer Carlo Felice, König von Piemont-Sardinien, ist bekannt für seine begeisternden Opernproduktionen. Der Zuschauerraum sieht aus wie ein Genueser Platz, den Häuser mit weißen Balkonen und grünen Fensterläden umgeben. Einen Sternenhimmel gleicht die Decke des Raums, in die mehr als 160 Spots eingelassen sind. Wuchtig dagegen und eher wie ein Zugeständnis an Raumnot und moderne Technik wirkt der 63 Meter hohe Turm, in dem Bühnen, Garderoben, Probensäle, Werkstätten untergebracht sind. Aber man kann in diesem weithin sichtbaren Koloss durchaus auch ein Sinnbild für die Größe und Macht Genuas im Laufe vergangener Jahrhunderte sehen.

Via Garibaldi - Sinnbild des früher reichen Genua

Weiter führt der Rundgang in die Via Garibaldi, in der im 17. Jahrhundert die reichen und mächtigen Familien Genuas ihre prächtigen Wohnsitze errichten ließen. Heute beherbergen diese mehr als ein Dutzend Paläste unter anderem Museen, Banken, das Rathaus und die Handelskammer.

Genua / Handelskammer
Goldene Galerie im Palast Carrega Cataldi
- heute Handelskammer

Hinter den strengen Fassaden tauchen vornehme Innenhöfe und prachtvoll ausgeschmückte Räume mit reichen Kunstschätzen auf, wie zum Beispiel die Gemäldegalerien im Palazzo Rosso und Palazzo Bianco.
Nach so viel Kunstgenuss tut es gut, mit dem Aufzug auf eines der Aussichtsplateaus hinaufzufahren und von oben über die Dächer und Türme zu schauen bis zum Hafen und aufs Meer hinaus: Dann liegt einem La Superba, die Stolze, zu Füssen und man stimmt Richard Wagner zu, der einmal sagte: "Genua ist unbeschreiblich schön, prächtig, charakteristisch."

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