Reiseführer Istanbul
Beyoglu

Beyoglu heißt das gesamte Gebiet zwischen Goldenem Horn und der ersten, Europa mit Asien verbindenden Brücke. Der Stadtteil gilt allgemein als der europäischste unter den Istanbuler Stadtteilen, das war in der Vergangenheit genauso wie heute. Schon im 13. Jh. hatten in einem Teil Beyoglus, das heute Galata-Viertel genannt wird, Genueser gesiedelt. In späteren Jahrhunderten entwickelte sich der damals Pera genannte Stadtteil zum internationalen Zentrum der Metropole, hier residierten bereits im 16. Jh. die ersten Botschaften, hier ließen sich Banken und ausländische Handelsfirmen nieder.
Großartige Sehenswürdigkeiten sollte man hier nicht erwarten, Alltag und Freizeitvergnügen bestimmen das Geschehen. Wer auf den Spuren von Agatha Christie, Greta Garbo oder der Spionin Mata Hari wandeln möchte, der sollte dem traditionsreichen Pera Palas Hotel einen Besuch abstatten.
Foto: Die Cicek Passage (Blumenpassage) an der Istiklal Caddesi, hier reiht sich ein Restaurant an das andere.
Rund um die zentrale Lebensader Beyoglus, die Istiklal Caddesi, geht es zu wie in zahlreichen westlichen Metropolen. Hier pulsiert das Leben Tag und Nacht, Kneipen, Bars und Discos locken abends Besucher an, unzählige Boutiquen, Restaurants und internationale Geschäfte locken tagsüber zum Einkaufsbummel und Flanieren. Die erhalten gebliebenen Bauten der Straße, im Stil des Historismus und des Jugendstil errichtet, verstärken den Eindruck eines westlich geprägten Viertels, von den einst üblichen Holzhäusern ist seit einem Großbrand Ende des 19. Jhs. nichts mehr erhalten geblieben als die literarische Erinnerung.

Mit der Tram zum Taksim-Platz