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Süß oder scharf?
Die neuen Körperkuren

Spas in den USA, Europa und Asien

Text und Fotos: Hilke Maunder

Schokolade tut der Seele gut – besonders, wenn es dabei so kalorienarm zugeht wie in Amerika. Schoko-Bäder verheißen in den Spas der Staaten süße Entspannung ohne Sünde. Hilke Maunder probierte die “süßen Träume” aus.

Während die Seele träumt, tankt der Körper auf

In der neuen Wellness-Oase des Hotels Hershey, für 14 Millionen Mark jüngst eröffnet, löst eine Mitarbeiterin erst 30 Gramm Kakaopulver – ungesüßt – im heißen Wasser der riesigen Badewanne, dann 79 Gramm Magermilch-Trockenpulver in den warmen Fluten auf. Sie zündet eine Kerze an, legt ein Kissen für den Kopf bereit – und 25 Minuten lang darf sich die nächste Badende mit dem ”Whipped Cocoa Bath” süßen Träumereien hingeben. Für die beliebte ”Chocolate Escape”, eine rund dreistündige Schokoladen-Flucht aus Kakao-Schaumbad, Schokoladen-Fondue-Wickel und anschließender Ganzkörpermassage, sind rund 250 - 300 Euro zu zahlen.

Wird der Körper hingegen von 210 Düsen an sechs Stellen gezielt mit einem nassen Mix – gewonnen aus dem Wasser europäischer Moore, versetzt mit heißer Schokolade – 25 Minuten lang intensiv abgespritzt, so sind sich die Therapeuten im Spa des US-Schokogiganten Milton Hershey sicher, werde diese ”Chocolate Mud Therapy” Kindheitserinnerungen wecken: “Sicherlich denken Sie daran, wie Sie als Kind im Matsch spielten – und Sie sich hinterher daheim bei heißem Kakao wieder aufwärmten,” mutmaßt der Werbeflyer. Während die Seele träumt, tankt der Körper auf: Die Milch der Kühe, die auf den fetten Weiden Pennsylvanias grasen, werde die Haut wieder so weich wie in Kindertagen machen ...

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