Day Spas
Ein Ausflug in die
Wellness-Tempel der Großstadt
Text und Fotos: Doris Burchard
Alles
begann damit, dass Europa in den 1920ern und 30ern für die Neue
Welt Vorbild war für Körperkultur, für Körperpflege.
Jedes Jahr pilgerten zahllose Amerikaner zu bestimmten Jahreszeiten
wie Frühjahr, Sommer und Herbst in Heilbäder wie Baden-Baden, Spa, Budapest, Marienbad,
Karlsbad und Vichy, wo sie sich mit Wonne den Anwendungen mit Thermalwasser
und allem was aus dem Meer kommt, hingaben. Sie genossen die wohlriechenden
Anwendungen, wickelten sich danach in die dicken, flauschigen Bademäntel
oder Handtücher, um sich anschließend auf bequemen Liegen
so richtig zu entspannen.
Prägende Memoiren – auch für Estée Lauder
Erinnerungen, die sie ein Leben lang begleiteten und ihr späteres Leben ab und an sogar beeinflussten. So geschehen bei der Grand Dame der Kosmetik, bei Esteé Lauder. Die Besuche ihrer Mutter in den Spas der alten Welt gehören zu ihren frühesten Erinnerungen. In den oft mondänen Anlagen, bestehend aus Hotels, Trinkhallen, Thermalbädern, Villen und Parks konnte man auf angenehme Weise die Zeit vergessen, der Zeit entfliehen. Diese Etablissements bildeten die stilvolle Kulisse für einen exklusiven Lebensstil, in dem Müßiggang und galante Zerstreuung nicht nur erlaubt, sondern im Interesse der Gesundheit sogar geboten waren.

Stilvolles Ambiente bei Douglas Day Spa (Osnabrück)
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