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Opium für die Schlacht

Indien Rajasthan Frau mit KrugDie über tausend Meter hohe Gebirgskette der Arawallis, die sich durch Rajasthan zieht und Marmor, Zinn und Edelsteine in sich birgt, geht im Westen in die Wüste Thar über. Der gebirgige Osten ist fruchtbar. Wenn der Monsun ab Mitte Juli genug Regen bringt, werden das ganze Jahr über Hirse und Senf angebaut, auch Schlafmohn für die Pharmaindustrie. Früher nahmen die Krieger der Rajputen Opium mit in die Schlacht, um ihre Wunden zu betäuben, heißt es. Mancherorts soll es noch Sitte sein, dass der Gastgeber seine Gäste mit einem Opiumgetränk aus der hohlen Hand begrüßt.

Rajasthan, das „Land der Könige“ im Nordwesten Indiens, beschert dem Tourismus ein traumhaft schönes Erbe. Im Gegensatz zu anderen Teilen Indiens wurden die märchenhaften Monumente der Vergangenheit bewahrt. Die trutzigen Festungen und Burgen symbolisieren den Stolz der Rajputen, die sich von den eindringenden muslimischen Mogul-Herrschern, die ab 1526 nach Nordindien kamen, nicht ohne weiteres unterwerfen ließen. Die prächtigen Paläste zeugen von dem aufwändigen Lebensstil der Maharajas in alten Zeiten.

Indien Rajasthan Palast am See
Prächtige Paläste, wohin man schaut

Die Maharajas, die über keine Macht und Steuereinnahmen mehr verfügen, müssen sich nun anderen Dingen zuwenden. Wenige sind in die Politik gegangen, andere in die Hotellerie eingestiegen. Der Maharana von Udaipur, Arvind Singh Mewar - von seinen Landsleuten liebevoll „Shriji“ genannt - besitzt jede Menge Immobilien. Einen Teil seines großen Stadtpalastes wandelte er zur Luxusherberge um, ein anderer Teil ist Museum. Der weiße Palast auf der Insel im Pichola-See wurde vollständig zum Lake Palace Hotel umfunktioniert. Einst diente das Anwesen der Fürstenfamilie als luftigen Sommersitz.



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