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Am Denkmal der Liebe

Zwei Tage lang pausieren wir in Agra, der über 1,5 Millionen Menschen zählenden Stadt, die ganz im Bann des Taj Mahal steht, des weltberühmten Grabmahls. Dieses ließ der Mogul-Kaiser Shah Jahan seiner geliebten Mumtaz-i Mahal hatte errichten lassen.


UNESCO-Welterbe Taj Mahal,
Foto: Dirk Renckhoff

Hotels und Restaurants aller Preisklassen, Souvenirläden, sich anbiedernde Schlepper, die für Teppichhändler und Edelsteinwerkstätten anschaffen - wer Indien als Tourismusmagnet erleben will, kommt in Agra voll auf seine Kosten. Aber sicher ist auch: Der Faszination dieses Juwels indo-islamischer Architektur kann sich niemand entziehen. Sei es mit den ersten Sonnenstrahlen, die erst zaghaft, dann kraftvoll auf das Marmorbauwerk am Ufer des Yamuna fallen, sei es tagsüber, wenn im Innern des Mausoleums Wachposten den Besucherstrom vor den Sarkophagen von Kaiser und Lieblingsfrau wie in einem Karussell in Trab halten, oder nachts, wenn sich der mächtige Kuppelbau und die himmelstrebenden Minarette in eine mystisch verharrende, scheinbar schwerelose Silhouette verwandeln.

Zum Fries der Liebe

Holperpiste, nervende Staus wegen teilweise schlimmer Unfällen und penibler Polizeikontrollen, staubverschmierte, hitzeverklebte Kleidung - die zwölf Stunden dauernde Fahrt nach Khajuraho bringt die anstrengende Seite einer Überlandreise nachhaltig ins Bewusstsein. Doch der souveräne Busfahrer Rishi und die neben seinem Lenkrad zwischen Räucherstäbchen und Blumen lächelnde Statuette von Gott Vishnu, der den Menschen stets wohlgesonnen ist, beschützen uns.

Indien / Fries
In Khajuraho: Lustvolles Treiben in Stein?

Verdientermaßen sinken wir nach der anstrengenden Fahrt in eines der Betten eines Vier-Sterne-Hotels. Unweit von diesem breitet sich eine der prächtigsten Tempelanlagen Indiens aus. Kein Wunder: Das verschlafene Städtchen Khajuraho war vom 7. bis 11. Jahrhundert Zentrum des Chandela-Reiches.



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