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Guten Tag, Jaipur

Die Mittagshitze liegt wie eine flirrende Kuppel über der Ebene, als der Zug in Jaipur einläuft. Wieder geht es hinein in den Alltag einer indischen Stadt. Drahtige Männer jeden Alters strampeln in alle Richtungen um in ihren Fahrradrikschas Menschen und Lasten zu befördern. Ausgemergelte, gar nicht so "heilig" anmutende Buckelrinder laufen, stehen, liegen mitten auf der Straße oder durchstöbern Abfallhaufen in den Gassen. Überall wird gehandelt und gefeilscht. Musikfetzen dringen aus den Läden hervor. Anders als Dehlis Straßenlabyrinth erscheint Jaipur lässiger, geruhsamer. Acht Portale führen in den von einer sechs Kilometer langen Mauer umsäumten Kern Jaipurs. Sawai Singh II. hatte die Stadt Anfang des 18. Jahrhunderts, als Rajasthan sich der Mogulherrschaft entledigt hatte, streng nach altindischer Baulehre schachbrettartig anlegen lassen. "Pink City" heißt sie seit 1878, als sie wegen des Besuchs des späteren britischen Königs Edward VII. in der Begrüßungsfarbe Rosa angemalt wurde.

Ein Hauch von luxuriösem Orient

Indien / Hotel
Filigrane Architektur: "Palast der Winde"

Das ersehnte orientalische Flair empfängt uns im Hotel "Bissau Palace". Dicht am Chandpol-Tor in einer Seitenstraße verborgen, gewährt die zur Touristenunterkunft umfunktionierte Residenz eines ergrauten Prinzen die willkommene Erholung. Es ist zwar keines der berühmten, teuren Palasthotels wie das idyllisch gelegene "Lake Palace" in Udaipur, das pompöse "Rambagh Palace" in Jaipur oder die legendäre Schlossherberge von Mandawa. Doch auch im bescheiden-gemütlichen "Bissau" besticht die Mischung aus angestaubtem, mit der Patina einer längst abgelösten Feudalepoche überzogenem Inventar in Zimmern, Lobby und Bibliothek mit praktischem Komfort wie Garten, Schwimmbecken und exzellente Küche. Ein perfekter Stützpunkt um einige der Attraktionen von Jaipur und Umgebung zu erkunden.



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