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Kalkutta, das heute Kolkata heißt, wurde erst nach gut 150 Jahren entthront. 1911 zog die Regierung ins nördlichere Delhi um. Doch Delhi mag Hauptstadt sein und Mumbai Boomtown, Kalkutta ist Indiens Kulturmetropole. Allein 29 Theater, 33 Museen, 42 Medien und 114 Kinos werden gezählt. Fast alle bekannten Schriftsteller stammen von hier, auch Rabindranath Tagore, der Goethe Indiens, der 1913 den Nobelpreis für Literatur erhielt. In Bengalen ist die geistige Elite des Landes zu Hause.

... und überall Menschen

Indien / Kalkutta / Schuhputzer

Mitten im Stadtkern, noch immer stark von der britischen Kolonialgeschichte geprägt, begegnet man Indien hautnah. Fliegende Händler verkaufen am Straßenrand Chilischoten, Kautabak, Messingkrüge, Plastikschuhe und Armreifen. Lastenträger bahnen sich ihren Weg durch die Massen. Schuhputzer (Foto oben), Briefeschreiber, Zahnzieher, Haarschneider und Ohrreiniger belegen die Gehwege, dazwischen Obdachlose, Kranke und Hungernde. Fahrrad-Rikschas zwängen sich zwischen gelbe Taxis, Motorroller, Scooter, alte Ambassador-Limousinen und dröhnende Lastwagen. Und überall Menschen.

Indien / Kalkutta / Händler
Fliegender Händler mit Gemüse

Alle suchen verzweifelt Broterwerb. Spätestens seit Mutter Teresa steht Kalkutta für Bilder von Hunger und Elend. Offiziell leben zwei Drittel der Bevölkerung in Slums. Glanz und Elend liegen so eng beieinander.

Es ist Zeit, zum Ganges zu gehen. Wer Kalkutta verstehen will, geht zum Fluss. Genauer gesagt zum Hooghly, einem Nebenarm des Ganges. Das Ufer ist in Ghats gegliedert, wo gläubige Hindus beten, Tote verbrannt und magische Rituale gelebt werden. Rund drei Viertel der 14 Millionen Einwohner sind Hindus, die übrigen vor allem Moslems, Jains und Buddhisten.



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