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Das Rom des Ostens

Neben der Entspannung, dem Badevergnügen und der Genussvielfalt hat Goa aber noch einiges mehr zu bieten. Früher nannte man Goa das Rom des Ostens - mit Blick auf die lange, bewegte Geschichte des sonnenverwöhnten Bundesstaates an der Arabischen See. Als "glänzende Herrscherin über den Orient" bezeichneten die Portugiesen Velha Goa (Alt-Goa), die frühere Hauptstadt ihres indischen Überseereiches. Mit 300.000 Einwohnern war das "goldene Goa" einst größer als Lissabon oder Paris.

Indien Goa Velha Goa
Die Kathedrale in Alt-Goa

Heute ist von der einstigen Metropole inmitten des terrassenähnlichen Hinterlandes nicht mehr viel zu sehen. Die Stadt ist nahezu völlig von der Landkarte verschwunden. Nur die prächtigsten der einst drei Dutzend Gotteshäuser sind erhalten geblieben und wurden 1986 zum Weltkulturerbe ernannt. Die weiße Sé Catedral mit ihrem 80 Meter langen Kirchenschiff, zwischen 1592 und 1619 errichtet, gilt als größte Kirche Asiens, während die Franziskanerkirche St. Francis heute zum Museum umfunktioniert wurde.

Indien Goa Mausoleum
Das Braganza-Mausoleum in Chandor

Ganz oben in der Gunst der Besucher und Gläubigen steht die Basilika Bom Jesu. In dem Gotteshaus aus dem 16. Jahrhundert sind die sterblichen Überreste des Missionars Franzis Xavier (1506-1552) in einem Sarg aus Glas und Silber zu sehen. Der Heilige, der 1542 nach Goa kam und 30.000 Bewohner zum Christentum bekehrte, soll zu Lebzeiten manches Wunder vollbracht haben. Das größte aber ist wohl die Tatsache, dass sein Leichnam auch 450 Jahre nach seinem Tod keine Spuren von Verwesung aufweist.

Indien Goa Unbefleckte Empfängnis
Die Kirche der unbefleckten Empfängnis

Ein Spiegel der indischen Lebensart ist auch die nur zehn Kilometer entfernt liegende Kapitale Panaji mit ihren nicht enden wollenden Straßen und engen Gassen voller altmodischer Häuser mit roten Ziegeldächern, kleiner Geschäfte und Marktstände. Hauptattraktion ist hier die Church of the Immaculate Conception, die Kirche der Unbefleckten Empfängnis, aus dem Jahre 1541 mit ihren markanten Zwillingstürmen und einer schneeweißen Barock-Fassade. An der Uferpromenade der 85.000-Seelen-Gemeinde am Mandovi-Fluss ist der Idalco Palast, der bis 1759 Residenz des Vizekönigs war, zu finden.



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