Hydra - Insel der Seefahrer
Besuch einer griechischen Insel
Text und Fotos: Simone Hantsch
Helle Glockenklänge durchziehen die morgendliche Stille von Hydra. Durch die engen Gäßchen laufen Esel und Mulis ihren Weg hinunter zum Hafen. Sie sind die einzigen Verkehrsmittel auf der Insel. Nur hin und wieder scheppert der alte Wagen der Müllabfuhr durch die Straßen. In der Sonne dösend warten die Tiere, bis sie mit Sand, Holz, Lebensmitteln und anderen Dingen beladen werden oder die Eintagestouristen kommen, die auf ihren Rücken zur Sightseeingtour fortschaukeln.

Mit Ankunft der ersten Fähren in der malerischen Bucht ist es mit der Stille vorüber. Fröhliches Sprachengewirr erfüllt die Luft, die Besucher streifen durch die hübschen Souvenirgeschäfte, Juwelierläden und Galerien bis sie sich schließlich in den zahlreichen Tavernen und Restaurants an den Kais niederlassen. Nach wenigen Stunden sind sie verschwunden. Auch für die Athener gehören Hydra und die anderen Inseln des Saronischen Golfs an der Südgrenze von Attika zum beliebten Ausflugsziel. Um der Großstadthektik und dem Smog zu entfliehen, arbeiten viele von ihnen während der Sommermonate auf der Insel oder verbringen ihre Ferien hier.
Neue Fähren bringen neue Besucher. Denjenigen, die länger bleiben, erschließt sich ein Stück griechischer Kultur, wie sie in ihrer Ursprünglichkeit nur noch selten auf den Inseln anzutreffen ist.
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