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Die Küchen der Welt an einem Ort

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Wenn es einen herausgehobenen Grund gibt, nach Hongkong zu fahren, dann ist es das hervorragende Essen, das sich durch besondere Vielfalt auszeichnet. Nicht nur die verschiedenen chinesischen Küchen sind gut vertreten, sondern auch die anderen Küchen Ost- und Südostasiens. Eine herausragende Stellung nimmt dabei die japanische Richtung ein, die Sushi-Bars, Kobe-Grill-Restaurants und andere Variationen anbietet, die allerdings meist im oberen Preissegment liegen. Günstiger, aber von gleich hoher Qualität sind mehrere Thai-Restaurants, die mit scharfen oder sauren Suppen aufwarten, aber auch mit würzigen Fleisch- und Fischgerichten. Die indische Küche ist in Zahl und Qualität sehr gut vertreten, viele Restaurants haben Tandoori-Öfen oder sind auf samtige Curries spezialisiert. Die Koreaner hingegen grillen gerne ihr Fleisch frisch am Tisch und halten natürlich kim chi, den scharf eingelegten Kohl, bereit. Ebenfalls vertreten sind die vietnamesische und die indonesische Küche.

Auch westliche Küchen haben ihren festen Platz in Hongkong gefunden, von der einfachen Pizzeria bis zu hochpreisigen Hotelrestaurants nach französischem oder italienischem Vorbild. Selbst auf tapas wie in Spanien, Würste wie in Deutschland, Fish ‘n’ Chips nach dem Vorbild der britischen Inseln braucht man nicht zu verzichten. Um gute portugiesische Küche zu genießen, macht man am besten einen Ausflug nach Macau.

Die einheimische Küche Hongkongs ist die kantonesische, bei der alle frischen Zutaten schnell mit Ingwer und Frühlingszwiebeln im Wok gedünstet werden. Zu der großen Auswahl an grünen Gemüsen gibt man gerne Austernsoße. Fisch und Meeresfrüchte stehen natürlich in der Küstenprovinz ganz oben an. Reis essen die Kantonesen am liebsten gar nicht, und wenn, dann mit Gemüsestreifen gebraten zum Schluß, nur um satt zu werden. Kleine Imbiß-Spezialität der kantonesischen Küche sind die dim sum.

In der südwestlichen chinesischen Provinz Sichuan ißt man gerne scharf. Chilis und der rotbraune Sichuan-Pfeffer reichern Sojaquark (Tofu), Rindfleisch, Fisch und Garnelen zu schweiß- und tränentreibenden Feuerwerken an. Dazu nimmt man gerne grüne Bohnen und andere kräftige Gemüsesorten sowie weißen Reis zum Ablöschen.

Auch in der Küche Shanghais werden in den Woks gerne Fische und anderes Wassergetier verarbeitet, Aal ist eine Spezialität. Dazu gibt es meist eine dicke, braune Soße, die leicht süßlich schmecken kann. Sie besteht aus relativ viel Öl, Kräutern und wird zum Schluß mit Sojasoße gelöscht. Hier frittiert man auch die Zutaten und verwendet Zitrusfrüchte, wenngleich die in Deutschland übliche Einheitssoße "süß-sauer" mit chinesischem Essen überhaupt nichts zu tun hat. Probieren Sie aber einmal das Zitronenhuhn im Vergleich dazu!

Die Küche des Nordens verwendet statt Reis viel Weizenmehl und macht daraus Nudeln, die in manchen Hongkonger Restaurants vor den Augen der Gäste von Hand gezogen werden, oder die beliebten Teigtaschen jiaozi, die traditionell mit Schweinefleisch und gehackten Frühlingszwiebeln gefüllt sind, aber auch vielfache andere Füllungen vertragen.

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Feuertopf

Spezialität ist die Peking-Ente, und einige Lästermäuler behaupten (hinter vorgehaltener Hand), in Hongkong schmecke sie wesentlich besser als in Peking. Im Winter stürzt man sich in Hongkong gerne auf den Mongolentopf, eine Art Fondue, bei dem ein großer Topf mit Brühe in die Mitte des Tischs kommt, in dem sehr dünn geschnittene Zutaten (Fleisch, Fisch, Gemüse, Glasnudeln usw.) nur kurz aufgekocht werden.

Zu chinesischem Essen passen am besten grüner Tee und Bier. Eine gefüllte Teekanne wird in den meisten Restaurants sofort auf den Tisch gestellt. Ist sie leer, gießen die Kellner frisches Wasser auf die in der Kanne befindlichen Blätter. Beim Bier kommt die beste Qualität derzeit aus China. Mit Europäern betriebene Gemeinschaftsfirmen produzieren exzellente Sorten, etwa Tsingtao oder Steinbräu, die den in Hongkong mit Wasser schlechter Qualität gebrauten Marken wie San Miguel, Carlsberg oder Löwenbräu vorzuziehen sind.

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