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Kurzportrait
Tropischer
Regenwald und traumhafte Karibikinseln, Piratenbuchten und Palmenstrände,
stille Indiodörfer und altkoloniale Festungen der Konquistadoren,
dazu die weltbekannten Mayaruinen von Copán: Kontrastreich und
touristisch unbefleckt zeigt sich das Reiseland Honduras, das vor vier
Jahren durch den Hurrikan "Mitch" schwer gebeutelt und in
seiner Entwicklung weit zurückgeworfen wurde. Dabei galt das an
Karibik und Pazifik stoßende Land ohnehin als eines der ärmsten
Lateinamerikas. Den Reichtum hatten längst andere abgeschöpft:
die Spanier während der Kolonialzeit in den Gold- und Silberminen,
die internationalen Handelsgesellschaften und Großgrundbesitzer
im 19. und 20. Jahrhundert auf Bananen-, Ananas- und Kaffeeplantagen.
Wer durch Honduras tourt, muss wissen, auf was er sich einlässt.
In den seltensten Fällen braucht man nach Luxushotels Ausschau
zu halten und auf einen reibungslosen organisatorischen Reiseablauf
zu hoffen. Außerdem sollte man stets Trinkvorrat und Taschenlampe
zur Hand haben - der Wasser- und Stromausfälle wegen ...

Kinder
aus Copán
Größte Städte Honduras' sind die Hauptstadt Tegucigalpa
und das im Nordwesten des Landes gelegene San
Pedro Sula. Bei beiden hält sich der Attraktionsgrad in
Grenzen. Prägenden altkolonialen Charme - so wie in anderen Metropolen
Mittel- und Südamerikas - darf man keiner der beiden zusprechen,
Reisenden dienen sie eher als Durchgangsstationen. So ist San Pedro
Sula unverzichtbares Sprungbrett für zwei interessante Ausflüge:
nach Omoa und nach Copán. Omoa liegt
65 Kilometer nördlich nahe der glanzlosen Hafenstadt Puerto
Cortés und lockt mit der stattlichen spanischen Festungsanlage
San Fernando. Sie liegt ein Stückchen ins Landesinnere versetzt,
wurde 1752-1780 erbaut und mit mehr als zwei Dutzend Kanonen ausstaffiert,
mit deren Hilfe man diverse Angriffe von Engländern und Franzosen
abschmetterte. Ein Rundgang führt von der Plaza de Armas hinein
in die alte Pulverkammer, in die Kanonenkugellager, die Schlafsäle,
Küchen- und Speicherräume. Vom oberen Festungsplateau aus
bieten sich schöne Blicke aufs Meer und die grüne Bergwelt
des Hinterlands.

Puerto
Cortés
Der zweite lohnende Trip führt ab San Pedro Sula in den äußersten
Westen Honduras' Richtung Grenze zu Guatemala. Nach 170 Kilometern und
einer Fahrt durch grüne Hügel und vorbei an Rinderweiden,
Mais- und Tabakfeldern erreicht man das stille Örtchen Copán.
Hier findet man einige Unterkünfte, einfache Einheimischen-Restaurants
und den Parque Central mit seiner kalkweißen Kirche. Etwa einen
Kilometer außerhalb liegt der Parque Arqueológico
Copán Ruinas - und damit ein Besuchshighlight in ganz
Honduras, bei dem man in die geheimnisvolle Welt der Mayakultur vorstößt.
Manche Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Tal von Copán
bereits im fünften vorchristlichen Jahrhundert von den Maya besiedelt
wurde. Copán bekamen die spanischen Konquistadoren nicht zu sehen,
da das Zeremonial- und Wohnzentrum bereits verlassen und von Dschungel
überwuchert war. Erst eine wissenschaftliche Expedition 1839, angeführt
von dem US-Amerikaner John Lloyd Stephens und dem Briten Frederick Catherwood,
brachte Copán wieder ans Licht. Die Forscher kauften den Indígenas
das riesige Gebiet für 50 Dollar ab. Heute gehört das restaurierte
Ruinenareal von Copán zum Kulturerbe der Menschheit und legt
Zeugnis von der sogenannten "Klassischen Mayaepoche" vom 5.-9.
Jahrhundert ab, als die Dynastien auf dem Höhepunkt ihrer Macht
standen. Überall stechen prächtige Stelen, Altäre und
Tempel hervor, was einige Forscher von Copán als dem "Athen
der Maya" hat schwärmen lassen. Einzigartig in Copán
sind die vollplastisch skulptierten, reliefbedeckten Stelen, die bedeutende
Persönlichkeiten ihrer Zivilisation in vollem Ornat zeigen. Ein
Rundgang führt über die beiden Hauptplätze, auf denen
einst Opferungen stattfanden, sowie zu dem von Rampen begrenzten Ballspielplatz
und zur Hieroglyphentreppe, die sich aus mehr als 1.200 Inschriftenblöcken
zusammensetzt. Darüber hinaus kann man sich die Maya-Wohnzonen
von El Bosque und Las Sepulturas ansehen.
Auch wenn sie Copán nicht entdeckten, blieb der honduranische
Westen von den Konquistadoren nicht verschont. Diejenigen, die sich
ihnen entgegenstellten, wie der tapfere Lencaführer Lempira (1537/38),
wurden getötet und werden noch heute als Helden verehrt. Die Spanier
trieben ihren Eroberungs- und Missionierungswahn voran und bauten Zentren
wie Santa Rosa de Copán und Gracias
aus, deren koloniale Gepräge mit Sakralarchitektur noch heute erhalten
sind. Durch seinen freundlichen Charakter und ein fruchtbares, grünes
Umland zeichnet sich das bereits 1536 gegründete Gracias
aus. Es ist eine Stadt der Kirchen, über der sich ein kleiner Festungshügel
mit der Fortaleza San Cristóbal erhebt. Ein Nahausflug führt
ab Gracias zum acht Kilometer westlich beginnenden
Parque Nacional Celaque, der sich um den Cerro
de Celaque legt, den mit 2.827 Metern höchsten Berg Honduras'.
Östlich von Gracias bewegt man sich auf das Kernland zu, wo die
Nationalstraße 5 San Pedro Sula mit Tegucigalpa verbindet. Die
250 Kilometer lange Achse führt um den schönen Yojoa-See
- ab dort: Ausflugsmöglichkeit zum 30 Meter hohen
Pulhapanzak-Wasserfall - und streift das 1537 begründete
Städtchen Comayagua, das rund drei
Jahrhunderte lang Hauptstadt des Landes war und erst 1880 von Tegucigalpa
abgelöst wurde. Im Kernbereich hat sich das geschäftige Comayagua
ein koloniales Ambiente bewahrt. Besonders schön: die Kathedrale
mit ihrer reich dekorierten Fassade.
Rund 90 Kilometer trennen Comayagua von der Hauptstadt Tegucigalpa,
die in 930 Höhenmetern in eine Gebirgswelt eingebettet liegt. Die
Metropole ist weit auseinander gezogen und aus zwei Teilen zusammengewachsen:
der Altstadt und der einstigen Indígenassiedlung Comayagüela
jenseits des Río Choluteca. In den Randbezirken herrscht mitunter
erschreckende Armut. Zu den Hauptbesuchszielen in Tegucigalpa zählen
der Parque Central mit der Kathedrale San Miguel, die alte Franziskanerkirche
San Francisco, das Nationaltheater Manuel Bonilla, das Nationalmuseum
Villa Roy und die von einer prächtigen Barockfassade geprägte
Kirche Los Dolores. Zahlreiche Straßenstände geben Tegucigalpa
den Anstrich eines kontinuierlichen Open-air-Marktes. Beliebte Nahausflüge
führen von Tegucigalpa nach Santa Lucía
(angenehmes Höhenklima, Kolonialkirche), in den Kunsthandwerkerort
Valle de Ángeles (Holzschnitzereien, Leder- und Korbwaren),
in den Wallfahrtsort Suyapa und in den
Parque Nacional La Tigra mit seinen Nebelhochwäldern.
Tegucigalpa schafft Anbindung in den tiefen Süden Honduras', der
auf einer Breite von rund 140 Kilometern von der Carretera
Interamericana durchzogen wird, der "Traumstraße der
Welt". Die pazifische Küstenlinie und ihr nahes Hinterland
werden von der 60.000-Einwohner-Stadt Choluteca,
der heißen Hafenstadt San Lorenzo
sowie vom Fonseca-Golf bestimmt. Über den
Golf von Fonseca verteilen sich zahlreiche Inseln, darunter die
bewohnte und von einigen Stränden geprägte
Isla El Tigre, auf der - folgt man der Legende - einst der berüchtigte
Korsar Sir Francis Drake einige seiner Schätze versteckt haben
soll.

Palmenstrände
im Norden von Honduras
Gänzlich andere Bilder und Welten eröffnen sich an der Karibikküste,
wo die schwarzen Garífunas heimisch sind und unter den honduranischen
Volksgruppen eine Sonderstellung einnehmen. Ein Stückchen Afrika
an der honduranischen Küste! Während der britischen Okkupation
Ende des 18. Jahrhunderts wurden sie von der Karibikinsel St. Vincent
gewaltsam auf die Islas de la Bahía und an die honduranischen
Küstenzonen gebracht. Die Sozial- und Familienstrukturen der Garífunas
haben sich bis heute ebenso erhalten wie ihre eigene Sprache, ihre Tänze
und Musik sowie archaische religiöse Riten. Typische Garífunasdörfer
wie La Ensenada, Triunfo
de la Cruz, San Juan und Tornabé
liegen nahe der 30.000 Einwohner großen Küstenstadt
Tela. Westlich von Tela stößt man in den
Parque Nacional Punta Sal vor, ein 780-km²-Gebiet mit tropischen
Feuchtwäldern, Mangrovenforsten, Stränden und Korallenriffen.
Größte Stadt an der Nordküste ist das freundlich-geschäftige
La Ceiba, das seine Existenz der Bananenwirtschaft und dem Anschluss
an das nationale Schienennetz Ende des 19. Jahrhunderts verdankt. Populäre
Ausflüge führen ab La Ceiba in den hinterliegenden Parque
Nacional Pico Bonito (Regen- und Nebelwälder rund um den
2.436 Meter hohen Gipfel des Pico Bonito) und in die 30 Kilometer westlich
beginnende Reserva de Vida Silvestre Cuero y Salado
(Mangrovenforst, Sümpfe, Lebensraum von Rundschwanzseekühen
und Krokodilen). Letzte wichtige Stadt des Nordens ist das 150 Kilometer
östlich von La Ceiba gelegene Trujillo,
das 1525 von den Spaniern gegründet wurde. Das Hafenstädtchen
liegt in einer weitläufigen Bucht zwischen den Mündungstrichtern
der Flüsse Cristales und Negro und zu Füßen des 1.235
Meter hohen Cerro-Calentura-Massivs. Zu
den spärlichen Besuchszielen in Trujillo zählen die Fortaleza
Santa Bárbara, der Parque Central und der alte Friedhof mit dem
Grab des dubiosen Abenteurers William Walker, der 1860 hier erschossen
wurde. Östlich der Stadt erreicht man die wegen ihres Vogelreichtums
bekannte Laguna de Guaimoreto.
Sieht man von verstreuten Ansiedlungen und dem Garífuna-Städtchen
Limón ab, ist die honduranische
Welt östlich von Trujillo zu Ende. Dahinter beginnen die Weiten
der Mosquitia, ein weitgehend unzugängliches
und isoliertes Gebiet mit Lagunen, Mangrovenforsten, riesigen Flussmündungsgebieten,
Dschungel-, Sumpf- und Savannenlandschaften sowie dem von der Unesco
zum Weltnaturerbe erklärten Biosphärenreservat
Río Plátano. Wichtigste Orte in der Mosquitia sind
Puerto Lempira, Brus
Laguna und Palacios; Zubringer nur
über den Luftweg, organisierte Touren über Reiseveranstalter,
Haupttransportmittel ist das Boot.
Ein paradiesischer Honduras-Zusatz eröffnet sich mit den
Islas de la Bahía, einem der Nordküste rund 50 Kilometer
vorgelagerten Archipel, der vom Festland und auch von den USA aus regelmäßig
angeflogen wird. Die drei Hauptinseln heißen Roatán
(127 km²), Guanaja (56 km²) und
Útila (41 km²) und locken mit
ihren Korallenrifflandschaften Taucher und Schnorchler aus aller Welt
an. Die beste touristische Infrastruktur - samt luxuriösen Ressorts
- findet man auf Roatán. Sandstrände liegen bei West End
und Sandy Bay, in der Inselhauptstadt Coxen
Hole laufen alle Fäden zusammen, Oak
Ridge setzt sich aus einem Mosaik vielfarbiger Stelzenbauten
zusammen. Individualisten zieht es auf Roatán nach West
End, einem gemütlichen Küstenörtchen mit Aussteiger-
und Weltenbummlerambiente.
Andreas
Drouve
Adressen,
Links, Musik und Bücher

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Reiseinfos
Einreise-
und Aufenthaltsbestimmungen
Für die Einreise von maximal 30 Tagen (für Deutsche: 90 Tage)
ist nur der gültige Reisepass erforderlich, der noch mindestens sechs
Monate Gültigkeit besitzen muss. In den Pass wird - gegen geringe
Gebühr - eine Touristenkarte geheftet, die man aufbewahren muss und
die bei der Ausreise entnommen wird.
Klima und Reisezeit
Die einzigen beiden Jahreszeiten werden durch die Regenzeit (Mai bis Oktober
/ November) und die Trockenzeit (November / Dezember bis April / Mai)
bestimmt. Abgesehen von den höheren Bergregionen dominiert ganzjährig
ein warmes, tropisches Klima. In den meisten Landesteilen sorgt der Nordostpassat
für Niederschläge. Im Norden und Nordosten fallen 2.500 mm Niederschlag
pro Jahr, in den restlichen Landesteilen in der Regel zwischen 900 und
2.000 mm. Beste Reisezeit: die niederschlagsärmeren Monate.
Geld
Landeswährung ist der nach dem gleichnamigen Indígenaführer
benannte Lempira, der den spanischen Konquistadoren tapfer entgegentrat.
1 Lempira = 100 Centavos, 1 US$ entspricht gegenwärtig rund 17 Lempira.
Reisende sollten einen gewissen Vorrat an US-Dollar in bar mitbringen
(am besten "kleine" Scheine) sowie ebenfalls in US-Dollar ausgestellte
Reiseschecks. Bekannte Kreditkarten wie Visa und MasterCard werden in
steigendem Maße in Hotels, Geschäften, Restaurants und Reisebüros
akzeptiert. Dabei gibt es jedoch einen Haken: In der Regel wird für
die Bezahlung mit der Kreditkarte ein zusätzlicher Aufschlag um die
8 % erhoben.
Medizinische Versorgung / Gesundheit
Devise: besser nicht krank werden. Honduras zählt zu den ärmsten
Ländern Lateinamerikas, das Krankenversorgungssystem ist entsprechend
schlecht. Die häufigsten Erkrankungen unter den Honduranern sind
Magen- und Darmerkrankungen sowie Malaria. Vor allem in ländlichen
Gebieten herrscht ein großer Mangel an ärztlicher Versorgung,
medizinischen Einrichtungen und verlässlicher Trinkwasserversorgung.
Auf 1.500 Einwohner in Honduras kommt ein Arzt, auf 800 Menschen umgerechnet
ein Krankenhausbett. Auch wenn Apotheken (farmacias) verbreitet sind,
sollte man sich im Vorfeld der Reise sehr gezielt seine eigene Reiseapotheke
mit Durchfall- und schmerzstillenden Mitteln, Antibiotika, Desinfektionsspray,
Verbänden, Malariamitteln etc. zusammenstellen. Vor Reiseantritt
ist der Abschluss einer Auslands-Krankenversicherung anzuraten, die den
Rücktransport im Notfall garantiert und Arzt- bzw. Krankenhauskosten
übernimmt. Bei notwendigen Krankenhausaufenthalten wendet man sich
am besten an eines der Hospitäler in Tegucigalpa oder San Pedro Sula
bzw. besorgt sich über die Botschaft eine aktuelle, empfehlenswerte
Adresse. Über aktuelle Impfbestimmungen und -empfehlungen, die sich
immer wieder ändern können, geben die diplomatischen Vertretungen
Aufschluss.
Buchtipp: "Reiseland Honduras"
von Andreas Drouve, kompakte und kompetente Infos auf über 200 Seiten.
Erschienen in der Edition Aragon (D-Moers).
Statistik
Lage: Im zentralen Mittelamerika.
Honduras grenzt im Osten und Südosten an Nicaragua, im Süden
an El Salvador, im Westen an Guatemala, im Norden an die Karibik und im
Süden an den Pazifischen Ozean. Die Küstenlänge beträgt
auf der Karibikseite rund 880 Kilometer, auf der Pazifikseite auf etwa
150 Kilometer.
Fläche: 112.376 km², damit
etwa eineinhalb Mal so groß wie Bayern.
Naturraum: Eine breite Küstenzone
an der Karibikseite (Golf von Honduras), eine schmale Küstenzone
an der Pazifikseite (Golf von Fonseca). Große Tiefebenen an der
Karibikküste; dieser sind die Islas de la Bahía (Roatán,
Utila, Guanaja) und die Cayos Cochinos vorgelagert. Im Zentrum und Westen
des Landes mittlere Gebirgszonen mit Höhen zwischen 1.000 und 1.800
Metern, dazwischen Talbecken und Hochebenen. In den fruchtbaren Hochtälern
der Landesmitte - dazu zählen die Gebiete um San Pedro Sula und Tegucigalpa
- leben die meisten Menschen. Im Nordosten und Osten liegen die weiten
Flussdeltas von Río Patuca und Río Coco (der mit 725 Kilometern
längste Fluss des Landes) sowie die Sümpfe und Lagunen der Mosquitia.
Der von Busch- und Weideland geprägte Süden des Landes ist vergleichsweise
flach.
Höchste Erhebung: Cerro de
Celaque (2.827 Meter).
Staat: Präsidiale Republik, Staatsoberhaupt
und Regierungschef ist der Präsident.
Name: República de Honduras.
Hauptstadt: Tegucigalpa (900.000
Einwohner).
Bevölkerung: 5,5 Mio. Einwohner,
was einer Bevölkerungsdichte von rund 49 Einwohner pro km² entspricht.
Das Bevölkerungswachstum ist äußerst hoch und beläuft
sich auf 2,9 % pro Jahr. Die Bevölkerung setzt sich wie folgt zusammen:
89 % Mestizen , 7 % Indígenas, 2 % Schwarze, 1,5 % Weiße,
kleinere Gruppen. Zu den wichtigsten eingeborenen Ethnien zählen
die Chortís, Lencas, Misquitos, Pech, Tawahkas und Tolupanes sowie
- als weitere Bevölkerungsgruppe - die Schwarzen (Garífunas).
Sprachen: Spanisch (Amtssprache),
Englisch, Sprachen und Dialekte der Indígenas.
Religion: 85 % Katholiken, 10 %
Protestanten, kleinere Religionsgemeinschaften.
Verkehr: Die Carretera Interamericana,
die "Traumstraße der Welt", führt durch den Süden
des Landes und verbindet El Salvador mit Nicaragua. Gut ausgebaut ist
das Bussystem. Der Osten des Landes (Mosquitia) ist per Flugzeug oder
Boot erreichbar, doch während der Regenzeit sind viele Gebiete überhaupt
nicht passierbar. Wichtigste Seehäfen sind Puerto Cortés an
der Karibik- und San Lorenzo an der Pazifikküste. Wichtige Flughäfen
in San Pedro Sula, Tegucigalpa, La Ceiba und Roatán (Islas de la
Bahía).
Wirtschaft: Honduras ist ein Agrarland.
Das Bruttoinlandsprodukt verteilt sich wie folgt: 53 % Dienstleistung,
24 % Industrie und 23 % Landwirtschaft. Demgegenüber sind rund 48
% der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft, 34 % im Dienstleistungsgewerbe
und 18 % in der Industrie tätig. Hauptexportprodukte sind Bananen
(schwere Einbußen durch den Hurrikan "Mitch"), Kaffee,
Blei und Zink, während vorrangig Maschinen, Chemieprodukte und bearbeitete
Waren geliefert werden. Haupthandelspartner sind die USA, Japan, Deutschland
und Venezuela. In der Landwirtschaft werden neben Bananen und Kaffee auch
Zuckerrohr, Baumwolle und Zitrusfrüchte angebaut. Bedeutsame Viehwirtschaft.
Mit Öko- und Ethnotourismus strebt der Wirtschaftszweig Tourismus neue
Märkte an, doch in einem bettelarmen Land wie diesem fehlen
Mittel für griffige PR-Kampagnen.
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