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Reiseführer Hamburg

Meßberghof

 

Meßberghof Hamburg

Im Inneren des hochhausartigen Kontorhauses befinden sich steinerne Wendeltreppen, die für Hamburger Kontorhäuser recht typisch sind

Nein, so spektakulär wie die Architektur des benachbarten Chile-Hauses ist die des Meßberghofs wahrlich nicht. Es steht dort, wo traditioneller Weise über Jahrzehnte die Vierländer Gemüsebauern ihre Waren feilboten. Der Meßberghof wurde als Ballinhaus nach den Plänen von Hans und Oskar Gerson erbaut. Die Umbenennung erfolgte, weil den „braunen Herren“ eine Namensgebung nach einem erfolgreichen jüdischen Reeder wie Albert Ballin ein Dorn im Auge war. Anzumerken ist, dass Ballin die HAPAG zur weltgrößten Reederei gemacht hatte. Aber auch dieser Verdienst zählte bei den Nazis nichts. Auf Geheiß des Gauleiters Karl Kaufmann hieß das Ballinhaus ab 1938 Meßberghof. Bei diesem Kontorhaus handelt es sich um einen mehrgeschossigen Stahlbetonbau mit vorgesetzter Klinkerfassade und flachem Walmdach. Die Bauplastik der Fassade stammt vom Lothar Fischer, der zwischen 1996 und 1997 acht Figuren schuf, die den verloren gegangenen ursprünglichen Bauschmuck ersetzen.

Meßberghof Hamburg

Im Meßberghof hatte einst die Firma Tesch & Stabenow ihren Firmensitz. Dieses Unternehmen ist als Lieferant des hochgiftigen Zyklon B bekannt, mit dem in Konzentrationslagern wie Majdanek, Sachsenhausen oder Stutthof Lagerinsassen umgebracht wurden. Der Firmeninhaber und Chemiker Bruno Tesch wurde 1946 als Kriegsverbrecher verurteilt und hingerichtet.

Heute ist im Meßberghof unter anderem das Hachez Chocoversum untergebracht, das sich auf unterhaltsame Weise dem Thema „Schokolade“ widmet.


Informationen

Hachez Chocoversum
Meßberg 1
20095 Hamburg
Tel. 040/41912300
Montag-Sonntag täglich 10.00-18.00 Uhr
www.hachez-chocoversum.de



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