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GUINEA

Nervenkitzel auf Tarzans Spuren

Trecking-Touren und Gastfreundschaft im westafrikanischen Guinea

Text und Fotos: Gundula Stoll

Das Gästebuch liest sich wie eine Ansammlung von Fanpost: „Hassan, Du bist nicht nur der beste Führer, sondern auch mein bester Freund.“ Oder: „Willkommen im Feenland, wo fünf Tage schnell zu zweihundert Jahren werden.“ Und schließlich: „Wenn nur andere sehen könnten, was Sprachkenntnisse und harte Arbeit für die Familie und die Dorfgemeinschaft tun können.“ Was hinter diesen Lobeshymnen steckt, hat unsere Autorin vor Ort im westafrikanischen Guinea herausgefunden. Und auch sie ist beeindruckt.

Guinea Hassan BahEigentlich hatte Hassan Bah (Foto rechts, bei einer fröhlichen Picknick-Pause) bloß einem Freund die schönsten Flecken seiner Heimat zeigen wollen. Doch dann wurde aus den gemeinsamen Ausflügen unversehens ein ökotouristisches Familienunternehmen. Jetzt schaukelt Hassan gemütlich in dem zur Hängematte umfunktionierten Fischernetz, raucht eine Zigarette und nippt an seinem Kaffee. Er ist sichtlich stolz auf die bunte Kladde, die neben begeisterten Gastkommentaren auch eine Beschreibung der Ausflüge enthält.

Schwingen an der Liane

„Hast Du Dir schon eine Wanderung ausgesucht?“, fragt er und schlägt den ersten Teil der Mappe auf, die wie ein handgemachter Werbeprospekt für einen amerikanischen Abenteuerpark daherkommt. „Swimming Pool am Geierfelsen“, „Bob Marley Bühne“, „Indiana Jones Welt“ und „Nass und Wild“ lauten die Titel der zur Auswahl stehenden Treckingtouren. Auf Englisch und mit bunten, geschwungenen Buchstaben werden die versprochenen Nervenkitzel beschrieben. Sie sind illustriert mit Fotos von jungen, lachenden Menschen, die wie Tarzan an Lianen schwingen, sich auf handgeflochtenen Bambusleitern an Felsen emporklimmen und unter Wasserfällen eine erfrischende Dusche nehmen.

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