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Der Aufstieg zum Vulkan

Wegen häufiger Überfälle ist es ratsam, die zweistündige Fahrt von Antigua aus und den Aufstieg zum Vulkan in der Gruppe zu machen. Durch den Wald bis zum Kraterrand dauert das dann noch eine gute Stunde. Wenn günstiger Wind die Wolken verweht, bietet sich vom Nachbarkrater ein gewaltiger Blick auf die Lavafontänen, die sich vor der untergehenden Sonne abzeichnen. Beim letzten großen Ausbruch des Pacaya ging 1998 ein Ascheregen auf die Landeshauptstadt Guatemala City nieder.

Guatemala / Antigua
Antigua

Nur eine halbe Tagesreise weiter liegt der Atitlánsee, den Alexander von Humboldt für den schönsten See der Welt hielt. Vom Ufer aus, als der Mond über der dunstigen Wasserfläche aufgeht, sind vom gegenüberliegenden Ufer Feuerwerkskörper und Halleluja-Rufe zu hören: In Santiago de Atitlán wird Karneval gefeiert. Dabei bewerfen sich die Einheimischen mit Mehl, Konfetti und Asche. Auch ich kriege meinen Teil ab, nachdem ich mich dem Treiben in der Stadt angeschlossen habe.

Guatemala / Atitlansee
Atitlánsee

Am Morgen danach paddeln die Fischer im Holzeinbaum über den stillen See, die Frauen waschen am Ufer mit dem Waschbrett, Mädchen tragen in bunt bemalten Tonkrügen Wasser nach Hause.

Vom Atitlánsee aus winden sich schmale Straßen und Pisten durch kaum aussprechbare Orte wie Chichicastenago, Quetztaltenago und Huehuetenango. Meine müden Knochen und das verstaubte Motorrad zieht es weiter nach Montericco: den schwarzen, endlos langen Vulkanstrand an Guatemalas Pazifikküste. Im Schatten in der Hängematte verliert die Zeit endgültig ihre Bedeutung. "Wann ich denn mit dem "moto" weiterfahre?" fragen die Kinder des Ortes. "Mañana es otro dia" - "Morgen ist auch noch ein Tag" antworte ich.

Guatemala / Chichicastenago
Chichicastenago

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