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Und was machen die Indios?

Guatemala Antigua MayamädchenAntigua ist keine ausgesprochene Indio-Stadt, im Gegenteil: Es ist eine Kolonialstadt, eine Stadt der Herrscher und der Eroberer. Die Mayas, die in Guatemala die Bevölkerungsmehrheit stellen, sind eher an den Rand gedrängt. Farbenprächtige Indio-Märkte, wie in Chichicastenango oder Sololá, sucht man in Antigua vergeblich. Sicher, es gibt ein sehenswertes Museum, in dem die Trachten der verschiedenen Indio-Gruppen vorgestellt werden. „Wir können anhand der Trachten, die die Leute tragen, feststellen, woher sie kommen, anhand der Farbe, der Muster und des Aussehens“, erläutert Antonio Cuxil. Zur Tracht (Foto rechts) gehören Blusen und Wickelröcke, aber auch Schals und Kopfbedeckungen. Die 15-jährige Schülerin Dinora und die 54-jährige Maya-Frau Dominga Perez Dok, die aus San Juan de Laguna am Atitlánsee stammt, demonstrieren, wie mühsam die Webarbeiten vonstatten gehen. „Ich mache das schon seit meinem sechsten Lebensjahr“, sagt Dominga Perez Tok.

Die Grenzen zwischen musealer Präsentation und dem Verkauf, sie verschmelzen. Mehrere Räume in Museo Casa del Tejido sind Verkaufsobjekten vorbehalten: Wandteppichen und Tischdecken, Taschen und Modeschmuck. Handarbeiten, die von dreihundert Mayas, die sich zu einer Art Genossenschaft - der Asociación Gremial Guatemalteca de Artesanias - zusammengeschlossen haben, produziert und hierher geliefert wurden. Maya-Frauen, die Straßenhandel betreiben, sind in Antigua weniger gern gesehen. Dennoch gibt es sie: Sobald irgendwo ein Touristenbus anfährt, dauert es nicht lange, bis einige bunt gekleidete Frauen vorbei kommen.

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