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Lockruf der eisigen Wildnis

Viele Dänen, zumeist kernige Typen, sind dem Lockruf der Wildnis gefolgt und gingen nach Grönland. So wie einst der Pfarrer Hans Egede, der sich 1721 aufmachte, die Eskimos zu missionieren. Einfach war es nicht, das Christentum zu verbreiten. Glaubten die Eingeborenen doch, dass das Gute im Meer liege und nur böse Menschen in den Himmel kommen. Dort müssten die verlassenen Seelen mit Walrossschädeln Fußball spielen und würden dabei Turbulenzen erzeugen. Nordlicht heißt in der Inuitsprache „arsarnerit“, übersetzt Ballspiel.

Dänemakr Grönland auf Deck
Auch die Touristen mögen die Sonne

Je weiter gen Norden, desto höher und schneebedeckter werden die Gipfel und Eisberge immer seltener. Sonne glitzert auf dem Inlandeis, das sich streckenweise bis an die Küste ergießt. Ein leeres, stilles Land, in dem auch Handys kein Netz mehr finden. Transatlantikflüge ziehen ihre Kondensstreifen über den blauen Himmel. Ein mächtiger Seeadler schwingt sich durch die klare Luft. Bereits seit Qeqertarsuatsiaat haben sich die Passagiere aufs Sonnendeck verzogen und die Deckchairs aufgeklappt.

Dänemark Grönland Einsamkeit
Einsamer geht´s kaum

Große Wiedersehensfreude im Hafen von Nuuk. Der Kai ist bei der Ankunft der „Sarfaq Ittuk“ voller Menschen, die irgendwen abholen wollen. Die Planken lichten sich. In zwei Stunden nimmt das Schiff wieder Kurs gen Norden. Weiter geht’s über das traumhaft gelegene Maniitsoq bis hoch nach Ilulissat am Eisfjord, wo der fleißigste Gletscher der nördlichen Halbkugel eine gigantische Show abzieht. Täglich produziert er 20 Millionen Tonnen Eis, das in der Mündung des Fjords strandet. Ilulissat heißt übersetzt „Eisberge“. Das passt.



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