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Neptun tauft Lara

Jetzt bläst ein eisiger Wind um die Statue des Missionars, die auf einem Granithügel über dem Kolonihavnen thront. Im Windschatten erhebt sich Grönlands Dom, das Ufer der Bucht säumen die Bauten des Nationalmuseums. Wenige Schritte weiter hat hinter einem riesigen Weihnachtsbaum aus Holz der Weihnachtsmann seine Poststation.

Dänemark Grönland einsame Häuser
Einsam, aber mit Meerblick

Zum heftig kritisierten Wahrzeichen des modernen Nuuk wurden zehn weiße Wohnblöcken, die auf den Klippen oberhalb des Hafens errichtet wurden. Im Zuge der Zentralisierungspolitik der 1960/70er Jahre wurden hier pro Riegel 500 Menschen zusammengepfercht, die zuvor ihrer traditionellen Lebensweise nachgegangen waren. Die Folge: Gewalt und Alkoholsucht. Inzwischen jedoch hat ein Umdenken eingesetzt, und es entstehen in den Tälern rund ums Zentrum heute kleinere, offene und auch architektonisch ansprechendere Wohnanlagen. Geradezu Aufsehen erregend für Grönland sind zwei Bauten der letzten Jahre: das Kulturzentrum Katuaq und die erste Schwimmhalle Grönlands, Malik.

Dänemark Grönland Lara
Mutige Grönlandfahrerin auf Abenteuerkurs

Am nächsten Nachmittag erreicht die MS Fram den Polarkreis. Eine Durchsage ruft alle Passagiere zum Achterdeck. Hier wartet Neptun, der König der Meere. Mit fester Hand greift er nach Lara. Bleich vor Schreck, lässt sich das Mädchen taufen – Eiswasser tröpfelt aus den blonden Haaren. Bei den erwachsenen Gästen zeigt sich der Gott des Meeres weniger rücksichtsvoll: Mal gibt es eine Kelle Eiswasser in den Nacken, mal purzeln die Eiswürfel das Bein hinab. Lautes Lachen – und ein Kamerakonzert an Klicks und Klacks – erfüllt die Luft bis zum Abend. Dann bittet der Kapitän zum Abschiedsdinner. Und Lara hat wieder leuchtende Augen, als die Crew zum Abschluss ein furioses Feuerwerk präsentiert: Eisbomben mit Glitzerraketen.



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