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Die kleinste Hauptstadt der Welt

Der älteste Springbrunnen Grönlands ist dagegen erst 80 Jahre alt. Seit 1927 bildet er das Herz des alten Zentrums von Qaqortoq, mit 3.400 Einwohnern heute die größte Stadt Südgrönlands. Gymnasium, Handels- und Volksschule machen das einstige Julianehåb zum Ausbildungszentrum; Arbeitsplätze bieten neben der Verwaltung eine Werft und die einzige Gerberei Grönlands, die zeigt, dass Pelz auch modisch sein kann. Im gesamten Stadtgebiet erinnern Reliefs und Skulpturen an das 1993/1994 von der ortsansässigen Künstlerin Aka Høegh initiierte Projektes „Sten og Menneske“. 18 Künstler der nordischen Länder hatten damals für „Stein und Mensch“ die das Stadtbild prägenden Granitwände bearbeitet und frei stehende Kunstwerke aus dem harten Stein geschaffen.

Dänemark Grönland Kunst am Felsen
Moderne Kunst am Felsen

Frei, ohne Zaun oder Gatter von den Menschen getrennt, sind auch die Moschusochsen, die über die Hänge von Ivituut ziehen. Die einstige Minenarbeitersiedlung – bis 1987 wurde hier Kryolith zur Aluminiumherstellung gefördert – ist heute aufgegeben, eine malerische Geisterstadt mit Museum. Einzelne Eisberge treiben auf dem Fjord, von den Berghängen fallen hohe, schmale Wasserfälle, Firnfeldern glänzen in der Sonne.

Dänemark Grönland Mitsommersonne
Mittsommersonne

Beim Frühstück am nächsten Morgen hat der Kapitän das Schiff bereits am Containerhafen von Nuuk vertäut. Die kleinste Hauptstadt der Welt ist mit 15.000 Einwohnern Grönlands größte Stadt – und die älteste der Insel. Voller guter Hoffnung hatte der dänisch-norwegische Pfarrer Hans Egede am 29. August 1728 die Handelsstation „Godthåb“ gegründet – und damit die dänische Kolonisation Grönlands eingeleitet.



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