
Esel und Kirchenglocken im Duett
Griechenland: Inselhüpfen im Saronischen Golf
Text und Fotos: Elke Sturmhoebel
Sechs Inseln liegen im Saronischen Golf, unmittelbar vor der Haustür von Athen: Salamis, Ägina, Angistri, Poros, Hydra und Spetses. Sie sind touristisch voll erschlossen, ein sommerliches Refugium der Hauptstädter. Außerhalb der Turbulenzen während der Hauptsaison freilich herrscht dort eine wohltuende Stille.
Taxiarchis-Kirche auf Hydra
Es war ein Fehler, das freundliche Angebot des Lieferwagenfahrers abzulehnen, mit zurück in die Stadt zu fahren. Inzwischen hat die Sonne den Asphalt aufgeheizt. Auf der sich endlos ziehenden Küstenstraße knattern nur noch Mopeds vorbei. Die Cafés, Imbissbuden und Tavernen an den Stränden haben bereits geschlossen. Und die Linienbusse fahren auch nicht mehr. Die Saison auf Spetses ist vorbei. Mitte Oktober rüstet sich die Insel für den Winterschlaf. Als schon gar nicht mehr damit zu rechnen war, hält ein mit Sonnenschirmen und Liegestühlen beladener Kleinlaster. Der Retter in der Not schiebt die Strandmöbel, die ins Winterquartier sollen, zusammen und macht auf der Ladefläche Platz für uns.
Leiser Wind und stille Strände
Spetses ist die von Piräus am weitesten entfernte Insel im Saronischen Golf, jenem Teil Ägäischen Meeres zwischen den Halbinseln Attika und Peloponnes. Es war bereits dunkel, als das Tragflügelboot Flying Dolphin nach zweieinhalb Stunden im Hafen von Spetses landete.

Hafen von Spetses
Daher waren wir ganz froh, als uns auf der Mole ein Grieche ansprach und ein günstiges Zimmer anbot. Erst am nächsten Morgen registrieren wir, dass wir in einer wunderschönen alten Villa wohnen, in einem Zimmer mit Meerblick.
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