Wer es ruhiger liebt, der kann auf die weiter östlich gelegenen Strände wie Kalo Livadi und Agia Anna, Kalafatis und Lia ausweichen, ohne dabei auf eine ausreichende Infrastruktur mit Tavernen, Bars und Sonnenschirmverleih verzichten zu müssen.
Und auch die Inselhauptstadt selbst verfügt über zwei konträre Gesichter. Tagsüber präsentiert sich die Chora nicht nur in einer etwas schläfrigen Gelassenheit, wie sie in der Hitze südlicher Gestade üblich ist, sie zeigt sich auch von ihrer fotogensten Seite: Windmühlen – Wahrzeichen der Insel – thronen über dem alten Teil der Stadt und erinnern an einen früheren Hauptverdienstzweig der Insel. Die blendend weißen Kuben der kykladischen Stadtarchitektur werden zum Leben erweckt durch ästhetisch gekonnt gesetzte Farbtupfer der meist blauen Türen, Fenster und Geländer, durch die intensiv leuchtenden blauen und roten Kuppeln der zahlreichen Kirchen und Kapellen und eine üppig blühende und liebevoll gepflegte Blumenpracht.

Windmühlen sind immer noch das Sinnbild für Mykonos
Erst gegen Abend erwacht ein anderes Mykonos. Nun scheint es alle in die Gassen zu treiben, Einheimische und Touristen gleichermaßen, die Geschäfte erwachen aus ihrem mittäglichen Dornröschenschlaf und füllen sich mit durchaus kaufinteressierten Gästen. Der Abend ist zunächst ganz dem Sonnenuntergang gewidmet, „Kenner“ treffen sich in den Bars rund um „Klein-Venedig“, schlürfen in Katerina’s Bar oder im Caprice ihren ersten Cocktail um mit Blick auf die Nachbarinsel Delos den Sonnenuntergang zu einem täglich neu inszenierten Schauspiel werden zu lassen. Nun heißt es sich frisch machen oder das Abendessen zu geniessen, denn vor elf oder zwölf Uhr nachts wird sich kaum jemand ernsthaft ins Nachtleben stürzen wollen.

Frischer Tintenfisch
für das Abendessen
Die Hitliste der beliebtesten Szenekneipen ändert sich von Jahr zu Jahr, wenngleich Bars wie das Celebrities und Caprice, Discos wie das Space seit Jahren unverändert in der Hitliste oben mitspielen.
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