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Unser
Golf-Special führt Sie auf Greens, in Bunker, auf Tees, auf
Waterways und ondulierte Grünflächen, auf Golfplätze
also. Nur ganz allmählich löst sich der "grüne Sport"
auch in Deutschland aus den Ressentiments eitler Dünkelhaftigkeit.
Nur ganz allmählich finden auch Jugendliche und nicht so sehr betuchte
Golfenthusiasten ihren Weg in die Clubs, wird ihr Beitritt nicht mehr
mit exorbitanten Mitgliederbeiträgen per se infrage gestellt.
Dabei sind Golfspieler liebenswerte Menschen, denen es höchste
Lust bereitet - und das ist, zugegeben, ein bisschen eigenartig - mit
einem Stock kleine weiße Bälle durch die Landschaft zu schlagen
und dann hinter ihnen her zu spazieren. Stets hadernd übrigens,
denn selbst der Golfer mit dem besten Handicap (Tiger Woods einmal ignorierend)
ist immer auf der Suche nach dem optimalen Swing und dem daraus resultierenden
besten Schlag.
Bevor wir uns also auf die Reise begeben, schnell noch ein Wort zum
Umgang mit Golfern: Treffen Sie jemanden, der behauptet, er habe den
ultimativen Schlag, dann ignorieren Sie ihn, denn dieser Mensch ist
kein echter Golfer, Punkt.
Seit
der Erfindung des Golfsports in Schottland, wo vom eintönigen
Tagwerk gelangweilte Hirten mit ihren umgedrehten Spazierstecken Steine
vor sich her trieben, hat sich allein in Punkto Golfplätze viel
getan. Lieblingsbeispiel für deren oftmals schräg-dekadente
Ausprägung ist das Putting Green in der Business Lounge des neuen
Airports in Malaysia.
Doris Burchard hat hier ein paar Bälle versenkt, aber mehr noch
auf den Golfplätzen der Superlativen in jenem asiatischen Land
gespielt. Und dass man Golf auch mit Musik verbinden kann, erfuhr sie
beim Golfen in Salzburg,
wo just die Festspielwochen im Doppelpack zum Green-Spiel angeboten
werden. Auch Volker Mehnert kam auf´s Kombinieren: im kalifornischen
Napa Valley,
wo einige Golfplätze kurzerhand zu Weinbergen um-"designed"
wurden. Da serviert man im Clubhaus die guten Tröpfchen. Landschaftlich
noch intensiver geht´s beim Golfspielen in der Provence
zu. Hier
integrierte man die Golfplätze in die Weinanbaugebiete: Zwischen
Lavendel- und Olivenhaine, in die Nähe römischer Theater und
Arenen, romanischer Kirchen und Klöster. Von Kultur keine Spur,
von fett ondulierten Golfplätzen aber jede Menge: Der Süden
von Teneriffa
ist zum Eldorado der neu(reich)en Golfspieler-Generation geworden. Golfplatz
reiht sich an Golfplatz - beschaulicher geht es da im Norden der Kanareninsel
zu, wo die Courses nicht protzig, dafür aber edel sind (und die
Greenfees leider erschütternd hoch).
Zurück
zur Natur und zum unprätentiösen Spaß am Golfen:
In Finnland
und Südschweden
hat sich der Golfspieler zwar auf lange Winterpausen einzustellen, nutzt
diesen natürlichen Zustand aber, um während des Sommers einen
Grund zu haben, Tag und Nacht zu spielen. Allein in Südschweden
spielen 500.000 der 8.8. Millionen Einwohner auf 400 Plätzen Golf,
in Finnland sind es 50.000 Aktive auf 87 Anlagen. Unterschiedlich sind
die Landschaften im Norden, von Wasserwegen durchzogen, von langen Sandstränden
gesäumt; Burgen und Schlösser bieten dem Auge Abwechslung
vom sattgrünen Green. Golf intensiv ist auch in Südafrika
geboten. Da
sind die Courses auf überhängenden Kliffs angelegt, mit Aussicht
auf den Tafelberg oder im Angesicht des schönsten Endes der Welt,
dem Kap der Guten Hoffnung. Ulla
Ackermann lernte ihr Golfspiel übrigens auf einer Anlage mitten
im afrikanischen Busch, wo Hippos in ihren Pools überhaupt nicht
amused sind, wenn mal wieder ein Ball dort landet, wo aber Paviane nichts
toller finden, als dem Spieler dem Ball abzujagen - was als vortreffliche
Entschuldigung herhalten muss, wenn der Ball irgendwo verschlagen wurde
und keiner guckte zu. Nebenbei: Ulla Ackermann ist heute leidenschaftliche
Cross-Golferin - aber das ist eine andere Geschichte.
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Beiträge
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