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Südsee-Träume in Blau und Türkis

 Inselhüpfen rund um Tahiti

Text und Fotos: Volker Mehnert

Tahiti Palmeninsel

Sicher, die Floskel vom Südsee-Traum gilt als abgegriffen, ist schon lange Klischee. Aber auch das Dementi vom „verlorenen Paradies“ ist längst ein Allgemeinplatz der Reiseliteratur. Auf unserer Tour durch Französisch-Polynesien haben auch wir die wirtschaftlichen, politischen und ökologischen Probleme wahrgenommen; aber weitaus stärker hat uns beeindruckt, dass rund um Tahiti noch so viel von dem erhalten ist, was einst das Bild vom pazifischen Garten Eden hat entstehen lassen: Atolle und Inseln wie Bora Bora, Taha´a, Moorea oder Rangiroa sind einfach unverschämt schön. Und davon soll im Folgenden die Rede sein.

Schauplatz Rangiroa-Atoll, Blaue Lagune: Es war der magischste Moment während unserer Reise durch Polynesien. Vorher hatten wir meistens das Gefühl gehabt, uns in der Weite Ozeaniens zu verlieren, im grenzenlosen Pazifik vollkommen bedeutungslos zu sein. Doch hier befanden wir uns plötzlich in der Mitte eines ringförmigen Universums, das uns in konzentrischen Kreisen umgab: Bis zur Hüfte standen wir im seichten, lauwarmen Wasser der Blauen Lagune, die viel mehr als blau ist. Blau, grün und türkis schimmerte das Wasser je nach Tiefe und Sonnenstand, und der Strand dahinter leuchtete grellweiß.

Tahiti Palmenstrand
Die Blaue Lagune von Rangiroa

Umgeben war dieses fabelhafte Stückchen Meer von einem Ring winziger Eilande, „motus“ genannt, von denen jedes für sich das perfekte Modell der einsamen Tropeninsel abgeben könnte. Dahinter lag dann in allen vier Himmelsrichtungen die dunkelblaue Oberfläche des offenen Ozeans, und am Horizont türmten sich in einem 360-Grad-Panorama atemberaubende Wolkengebilde auf.

Tahiti Bucht
Blau ist hier nicht nur die Blaue Lagune

Wenn nicht hier das mystische Zentrum Ozeaniens, ja der Nabel des ganzen Erdballs lag - wo sonst? Für die Dauer einer halben Stunde jedenfalls standen wir andächtig im Wasser dieses Südsee-Atolls und fühlten uns im Mittelpunkt der Welt, zumindest im Mittelpunkt jener maritimen Welt, die sich Französisch-Polynesien nennt und deren Inseln sich immerhin auf einer Fläche von der Größe Europas verteilen.

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