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Ein Kleinod unter Juwelen

Zwei Stunden Seefahrt mit der „Vaeanu“ liegen hinter mir, als ich in Fare, dem Hauptort der Insel Huahine von Bord gehe. Es ist schon dunkel, die bunten Lichtergirlanden am Pier und vor den Roulottes, den fahrbaren Garküchen, wirken anheimelnd. Mein Quartier liegt 25 Kilometer entfernt an der Südspitze von Huahine Iti, der etwas kleineren, durch eine Brücke verbundenen Nebeninsel. Monsieur Humbert Bremond nimmt mich und ein paar andere Globetrotter mit zu seinem Campingplatz.

Französisch-Polynesien Ananasverkäuferin

Erst im Sonnenlicht des neuen Tages wird mir die ganze Idylle und Schönheit dieses Fleckchens bewusst. Plätschernde Wellen am Lagunenstrand, rauschende Blätter der Tamanubäume im sanften Wind, lächelnde, mit Blumenkränzen geschmückte Gesichter, ein von Farnen überwuchertes Marae am Strand! Die gesamte Insel ist, wie ich während einer Rundfahrt feststelle, ein Kleinod unter Juwelen. Eine archäologische Fundgrube außerdem, wie die Ausgrabungen bei Maeva, dem früheren Königsitz im Inselnorden belegen. Huahine, seit gut 3000 Jahren besiedelt, ist ursprünglich und im besten Sinne im Abseits gelegen. Mit dem Duft von Frangipani- und Tiareblüten verströmt die Insel den Zauber, dem sich auch heutige Südseefahrer noch hingeben können. Monsieur Humbert weiht mich als einen der ersten Fremden in sein kleines Museum ein. Hier lässt er die alten Gottheiten sprechen, erinnert er an die Natur, die mit den Menschen kommuniziert, erklärt er die Heilkraft der Pflanzen.

Französisch-Polynesien im Auslergerkanu

Ausgeglichenheit, Harmonie und Fröhlichkeit umgibt mich von allen Seiten. Und als ich dann doch wieder die Gangway der „Vaeanu“ hinauf steige um die Passage nach Papeete anzutreten, weiß ich, dass ich meine Trauminsel gefunden habe. Die Freude scheint mir ins Gesicht geschrieben, denn die gewichtige Stewardess, die sonst eher unwirsch die Fahrscheine kontrolliert, lächelt mich an! Der ebenso stämmige Reedereiangestellte, der die Leinen los schmeißt, fragt mich ob ich wiederkomme. „Irgendwann, so die Götter es wollen!

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