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Im Schlepptau von James Cook

Mich reizt die Höhe, der „weite Himmel“, der Raiatea ihren Namen gegeben hat. Nach schweißtreibendem Anstieg auf das Temahani-Plateau liegt mir 700 Meter tiefer das Meer zu Füßen. Als eine Palette von Blau- und Grüntönen, die sich als wahres Meisterwerk der Natur ins Gedächtnis einprägt. Rund um Raiatea erheben sich am Horizont die Inseln unter dem Wind: Ganz weit im Norden Maupiti, die wie ein Topfkuchen aussieht, unverkennbar der „Wolkenkratzer“ Bora Bora, zerklüftet die Schwesterinsel Taha’a und im Osten als zackige Silhouette Huahine.

Französisch-Polynesien Blick vom Gebirge

Einen spannenden Moment lang stelle ich mir in einem Zeitsprung vor, ich wäre der polynesische Mensch, der im Jahr 1769 von diesem Aussichtspunkt das große Schiff mit vielen Segeln und ohne Ausleger sichtet. Der aufgeregt die Entdeckung in die Dörfer trägt und bald darauf James Cook an Land waten sieht. Den englischen Seefahrer, den die Polynesier lange als einen der prophezeiten „weißen Götter“ verehrt haben, und der maßgeblich dazu beigetragen hat die Welt der Südsee unwiderruflich zu verändern.

Französisch-Polynesien Blumenvielfalt

Eine reelle Entdeckung darf ich dann doch mit in die Niederungen nehmen: Die einzigartige, sagenumwobene Blüte Tiare Apetahi, die nur hier auf dem Temehani wächst. Moana, der hilfsbereite Besitzer eines Campingplatzes, hatte mir ungefähr die Stelle beschrieben, wo ich den Busch finden könnte. Und als Belohnung für eine etwas halsbrecherische Kletterei sehe und fotografiere ich die fünf, weißen Blütenblätter, die wie die Finger einer Hand in eine Richtung wachsen.

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