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Ein Schloss für den Weinbrand

Aber Emmanuelle führt uns die Gasse herunter an das Ufer der Charente ins Schloss von Cognac. Es wirkt klobig und trutzig, ein Bollwerk gegen die Normannen. Ein Zankapfel, umkämpft von Engländern und Franzosen. Hier erblickte im September 1494, Franz I., König von Frankreich das Licht der Welt. Sehr viel später 1795, kurz nach der französischen Revolution kauft der Schotte Baron Otard das Schloss, um seinen Weinbrand zu lagern. Er hatte es vor allem auf den Keller abgesehen. Ironie des Schicksals - er kaufte die Wiege der französischen Monarchie.

Frankreich Cognac Fässer

Im Chateau de Cognac entdeckt man nicht nur die Geheimnisse der Cognac-Herstellung, sondern findet überall Erinnerungen an den König von Frankreich, der in diesem Schloss rauschende Feste feierte und den glänzendsten Hofstaats Europas vereinte. Aber seit der Französischen Revolution, sind alle Menschen gleich und so stapeln sich in der Taufkapelle von Franz I., die Eichenfässer voller Cognac.

Der älteste Saal im Schloss, aus dem 13. Jahrhundert, ist der Helmsaal, mit dem Relief von Helm und Lilie, dem Wappen der Valois. Im Ständesaal empfing der König von Frankreich anlässlich der „Heiligen Liga“ die Großen Englands, des Papsttums und Venedigs, die mit Frankreich gegen Karl V. verbündet waren. Fresken und Reliefs zeigen die Siege und Niederlagen des Königs und an einigen Wänden ist das unbesiegbare Wappentier von Franz I. eingraviert, ein feuerspeiender Salamander.



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