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Goldene Nasen

Vom Cognac leben rund 40.000 Menschen, vom Winzer bis zum Fassmacher. Die traditionsreichen Cognac-Häuser verdienen sich mit ihrem exquisiten Branntwein goldene Nasen. Den richtigen Riecher hatten ausgerechnet die Engländer und Skandinavier, die schon im zehnten Jahrhundert eine Vorliebe für französischen Wein hatten. Der Transport auf dem Seeweg war lang und wenn man Pech hatte, hatte man in London statt leckerem Wein ein ganzes Fass sauren Essigs. So begann man den Wein zu brennen, denn Weinbrand nahm weniger Platz weg und war haltbarer.

Frankreich Cognac Geruchsprobe

Vielleicht wurden nicht alle Fässer verkauft, und nach ein paar Jahren stellte ein Neugieriger fest: was da aus dem Fass kam, schmeckte köstlich. Der gealterte Branntwein ist viel vollmundiger und so mild, dass er auch pur getrunken werden kann. Im Laufe der Jahre ging man dazu über den Branntwein in den Kellern vor Ort zu lagern. Handelshäuser mit klangvollen Namen wie Remy Martin, Martel, Hennessy und Otard ließen sich im 18. Jahrhundert in Cognac nieder und trugen den Ruf des Cognacs in die weite Welt hinaus.

Frankreich Cognac Weinlese

Insgesamt kann man in Cognac rund zehn Cognac-Häuser besichtigen. Im Prinzip ist die Besichtigung überall ähnlich, erst die Führung durch die Weinkeller und die Destillerie und als Abschluss eine Cognac-Probe. Bequem mit dem Boot überquert man die Charente, um zu den 40 Lagerhäusern von Hennessy zu gelangen. Bereits 1765 eröffnete der dem Branntwein nicht abgeneigte Ire, sein Handelskantor an den Ufern der Charente. Und, Adel verpflichtet, sogar die Führer lehnen stolz das Trinkgeld ab. Bei Rémy Martin geht's mit dem Touristenzug durch die Weinberge und danach in die größte traditionelle Fassmacherei der Welt.



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