Üppiges Essen, reifer Weinbrand

Gestapelt – die
Produkte der Region
Die
wichtigsten Produkte der Region sind neben dem Armagnac freilich
die eingemachten
Delikatessen und Konserven, hergestellt
vorwiegend
aus Enten- und Gänsefleisch.
In Dosen und Gläsern werden
die Spezialitäten Confit de Canard und Rillette, Pâté und
Cassoulet, Gésier und Magret angeboten: Eingekochtes, Eingelegtes,
Gebratenes, Geräuchertes und Getrocknetes. Und nicht zu vergessen
Foie Gras in allen Variationen, die Stopfleber von Gänsen
und Enten. Während hier zu Lande diese Art der Mästung
verboten ist und Stopflebern nur selten angeboten werden, gehört
die Foie Gras im Armagnac ganz selbstverständlich zur einheimischen
Küche. Sie ist die Grundlage der Gastronomie im gesamten französischen
Südwesten und kommt in Pasteten und Terrinen auf den Tisch
oder pur als Foie Gras entier, ganze Leber, oder Foie Gras en bloc,
hergestellt aus kleinen Stücken.
Gekocht werden mächtige Mahlzeiten mit Ente und Gans, Fett ist kein Problem, und niemand zählt die Kalorien. Fast jedes Restaurant bietet ein „Menu de Terroir“ an, bei dem sich die Einheimischen ihre deftige Kost auftischen lassen und der Besucher die Geschmacksvielfalt der ländlichen Kochkunst begutachten kann. Dieses Essen passt zweifellos zum Land; es ist bodenständig wie die Menschen, althergebracht wie die Architektur der Bastiden, gewachsen mit der Landwirtschaft und deren Produkten. Und nichts könnte natürlich eine solche Mahlzeit besser abschließen als ein alter Armagnac: Je üppiger das Essen, desto ausgereifter sollte der Weinbrand sein. (Foto oben: Die Schlichtheit der französischen Provinz in Labastide d´Armagnac)