Begegnung mit Rentieren

Für Besucher
ohne Ski erschließen 180 Kilometer Wanderwege eine Winterlandschaft
mit überraschenden Begegnungen. Schneehühner, so hell,
dass nur ihr schwarzer Schnabel sie im weiten Weiß verrät,
kreuzen den Weg. Plötzlich kommen zehn, zwölf Rentiere
aus dem Unterholz. 300.000
dieser Tiere ziehen in Lappland umher. Brandmale im Ohr verraten
die Eigentümer. Einer von ihnen ist Hannu Utterström.
Der Lappe aus Luoso lacht, als ich ihn nach der Größe
seiner Herde frage. „Sie würden mir doch auch nicht die
Höhe Ihres Bankkontos verraten....“. Tausend Tiere sichern
ein gutes Auskommen, bei 300 bis 500 Tieren, so der Züchter,
ist ein Hinzuverdienst nötig.
Deshalb nutzen zahlreiche Rentierzüchter die Chance zum touristischen Nebenerwerb. Sie tanzen und singen in alter Tracht, laden die Urlauber zu sich ins Zelt und erzählen am Lagerfeuer von ihrer Arbeit. In handgeschnitzten Tassen mit Doppellöchern für die Finger macht Kaffee die Runde. Das Harz des Kelo-Holzes verleiht dem Getränk einen eigentümlich bitteren Geschmack.
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