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Kuhglocken am Hals der Rentiere

Nach einem Rundgang lockt die Cafeteria, die willkommene Abwechslung in die Rucksack-Küche bringt. Solchermaßen gestärkt laufe ich, begleitet von zahlreichen Tagesgästen, weiter zu den Kiutaköngäs-Stromschnellen. Anschließend führt der Pfad hoch oben am Ufer entlang; das Rauschen der sprudelnden Wassermassen verklingt schnell. Nun begleite ich den Oulankajoki für eine Weile in südöstliche Richtung, kehre ihm dann aber den Rücken und erreiche über eine Hängebrücke den kleinen Ort Juuma.

Finnland Bärenrunde Blick auf den Fluss
Immer wieder: Landschaft satt

Nach Juuma verlässt die Bärenrunde den Nationalpark und der anstrengendste Abschnitt, die Schlussetappe bis Ruka, steht bevor: Es gilt, den Valtavaara-Gipfel zu erklimmen. Doch die Mühe lohnt sicht. Unter mir erstreckt sich ein eng verzahntes Nebeneinander von Wald und Seen, gesprenkelt mit einigen Inseln und Farbklecksen der Holzhütten. Passend zum Berg-Szenario erklingen auch dumpfe Kuhglocken, die allerdings um die Hälse von Rentieren baumeln.

Oben auf dem Gipfel, mit 492 m die höchste Erhebung der Gemeinde Kuusamo, lädt eine kleine Tageshütte zu einer letzten Rast ein, dann geht es zum Endpunkt der Tour nach Ruka. Nach den vielen landschaftlichen Highlights ist Ruka ein mittelprächtiger Schock. Das Dorf ist das beliebteste Skigebiet Finnlands und eher eine Ansammlung von Ski-Hotels und Aprés-Ski-Vergnügungsbuden. Doch dieser etwas trostlose Anblick schmälert die bleibenden Eindrücke der vergangenen Tage nicht.

Finnland Bärenrunde Abend
Unvergessliche Eindrücke

Und außerdem: Wer noch etwas Zeit hat, der sollte in den Nationalpark zurückkehren, um auf dem Oulankajoki zu paddeln.



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