
Auf allen Vieren durch die Unterwelt
Eine abenteuerliche Erkundungstour in walisischen Höhlen
Text und Fotos: Karsten-Thilo Raab
Für Ängstliche und Klaustrophoben definitiv
ungeeignet. Dies ist das Fazit unseres Autors und Hobby-Höhlenforschers
Karsten-Thilo Raab nach seiner unterirdischen Tour durch eine der
attraktivsten Höhlen von Wales. Wer sich so etwas selbst nicht
zutraut, belässt es einfach bei der Lektüre des etwas
gruseligen Berichts aus der britischen Unterwelt.
"If you get stuck, lose fat. Its the only way forward." Steward Ingram zeigt urbritischen Humor. Doch die Botschaft ist eindeutig: Wer stecken bleibt, muss schlichtweg abspecken, um irgendwie weiter voran zu kommen. Und den sechs Wagemutigen in ihren Schutzanzügen und dem Helm auf dem Kopf steht nicht von ungefähr der Schweiß auf der Stirn. Vor uns liegt die "Letter Box", der Briefkasten, die größte Herausforderung während der abenteuerlichen Höhlenerkundung in Südwales.
Kriechend und robbend geht es voran
Der Spalt in dem unterirdischen Labyrinth macht seinem Namen alle Ehre, ist an der engsten Stelle kaum mehr als zwanzig Zentimeter hoch. Das entspricht der Länge vom gespreizten Daumen bis zum Ende des ausgestreckten kleinen Fingers. Keine Frage, die Porth-Y-Ogof-Höhle am Rande des malerischen Brecon Beacon National Parks lässt keinen Raum für Platzangst.
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