Besucher
die sich nicht nur mit dem Anblick von Big Ben, dem berühmten Uhrwerk
des Londoner Parlamentgebäudes begnügen wollen, haben die Möglichkeit
von der Besuchergalerie den Sitzungen des britischen Oberhauses, dem
sogenannten House of Lords, beziehungsweise des Unterhauses, dem House
of Commons, beizuwohnen. Montags, dienstags und mittwochs ab 14.40
Uhr, donnerstags ab 15 Uhr und freitags ab 11 Uhr öffnet sich am St.
Stephen's Eingang des Houses of Parliaments, dem einstigen Palace
of Westminster, die Pforten für die Besucher des Oberhauses.
Dort finden Interessenten auch werktags um 16.15 Uhr (freitags um 10 Uhr) Einlaß in das Unterhaus. Weitere britische Institutionen, die der Öffentlichkeit kostenlos zugänglich sind, sind die Law Courts an der Prachtstrasse Strand sowie das oberste Strafgericht Old Bailey an der Newsgate Street. Hier kann die englische Rechtsprechung werktags zwischen 10.30 und 13 Uhr sowie zwischen 14 und 16 Uhr live miterlebt werden. An der Gresham Street unweit der Bank of England zieht die Guildhall, das Rathaus der City of London, die Besucher in ihren Bann. In dem alt ehrwürdigen Gemäuer, dessen Originalbau aus dem Jahre 1411 datiert, befindet sich die größte stadtgeschichtliche Sammlung der britischen Hauptstadt. Die Guildhall, in der die Vertreter der Handwerksgilden jährlich den Bürgermeister, den sogenannten Lord Mayor wählen, und in der die "Stadtregierung" tagt, verfügt ferner über eine sehenswerte Krypta aus dem 15. Jahrhundert sowie über einen, mit Wappen der einzelnen Zünfte verzierten Tagungsraum, die Great Hall.

Houses of Parliaments, der einstige Palace of Westminster
Gilt London nicht nur in Insiderkreisen als dichteste Kulturlandschaft der Welt, so wartet auch abseits des üppigen Theaterangebotes so mancher kultureller Leckerbissen auf die Touristen, zudem noch absolut kostenfrei. Erste Adresse in Sachen Unterhaltung ist Covent Garden, einst florierender Blumenmarkt und heute ein attraktives Einkaufszentrum, auf dessen Gelände sich tagein, tagaus Straßenkünstler und Musiker ein Stelldichein geben. Das gebotene Spektrum reicht von Rockmusik über orientalische Klänge bis hin zu Pantomime, Jonglage und Theatervorführungen. Für viele der Artisten und Künstler weit mehr als nur ein Zeitvertreib, haben doch etliche ihre Existenz auf die Einnahmen aus diesen Darbietungen gegründet. Denn nach jeder Show bitten die Künstler mit dem Hut in der Hand um eine kleine Gabe. Wem das Straßentheater nicht zusagt, der sollte zur Mittagszeit oder am frühen Abend das Barbican Centre an der Südseite der Themse aufsuchen, wo nahezu täglich Konzerte gegeben und Theaterstücke vorgeführt werden. Ferner sind dort regelmäßig Kunstausstellungen zu bewundern und Filmvorführungen kostenlos zu sehen. Darüber hinaus bieten zahlreiche Londoner Kirchen anspruchsvolle Mittagskonzerte. Allen voran St. Martin-in-the-Fields am Trafalger Square.

St. Martin-in-the-Fields am Trafalger Square
Aber auch die "lunch-time-concerts" in St. John's Church am Smith Square stehen an Qualität in nichts nach, werden häufig sogar über den BBC-Hörfunk live ausgestrahlt.
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