Der Lord hat ein Gespür dafür, was den Nachwuchs unter den Besuchern interessiert. Er zeigt die Mumie einer ägyptischen Katze, öffnet das Verlies unter der Klosterkirche, in dem das Skelett eines 2,15 Meter großen Mannes gefunden wurde, und erzählt von dem räuberischen Riesen, der an dem Schloss mitbaute und den Leuten von Marazion das Vieh stahl.
Südwestengland,
das sagenhafte Land von König Artus, den Rittern seiner Tafelrunde
und dem Wunderschwert Excalibur, ist voller Mythen und Legenden. Die
bizarre Küste von Devon und Cornwall, die Dörfer, die an Felsen kleben,
und die einsamen Hochmoore sind ein nicht versiegender Quell für Geschichten
um Geister, Schmuggler, Strandräuber und Piraten. Eine unerschöpfliche
Fundgrube für Schriftsteller. Conan Doyle schickte Sherlock Holmes
ins Dartmoor, um den detektivischen Spürsinn am Hund der Baskervilles
zu proben. Daphne du Maurier schmiedete im cornischen Küstenort Fowey
die geheimnisvolle Story um Rebecca.
In der 80er Jahren des letzten Jahrhunderts kamen die ersten Maler nach Cornwall. Sie stellten in St. Ives ihre Staffelei auf, weil das Licht und die Landschaft ihnen so mediterran erschienen.

Sommerfrische und Künstlerrefugium: St. Ives
An
Motiven gab es keinen Mangel: Weiße Strände, smaragdgrünes Meer, kleine
Häfen mit bunten Fischerbooten, Dörfer auf Klippen, die auch in Italien,
Portugal oder an der Côte d'Azur stehen könnten.
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