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Schildkröten als lebendiger Proviant

Eine Erinnerung an Charles Darwin findet sich auf der Insel Santa Cruz: dort wurde 1964 eine biologische Forschungsstation eingerichtet und nach dem britischen Evolutionstheoretiker benannt. Wichtigstes Ziel: der Erhalt und die Vermehrung der Galapagos-Riesenschildkröten, von denen es auf dem gesamten Archipel nur noch rund 15000 bis 20000 Exemplare gibt. Der Hintergrund: Die Tiere wurde in den vergangenen Jahrhunderten stark dezimiert, als sie von Walfängern Seeräubern als lebendiger Proviant an Bord genommen wurden. Wer die bis zu 350 Kilogramm schweren Schildkröten heute noch in freier Natur sehen möchte, kann zusammen mit seinem Guide das Hochland von Santa Cruz ansteuern und dort ein speziell eingerichtetes Schutzgebiet besuchen. Mit etwas Aufmerksamkeit kann man die gewaltigen Panzertiere im hochgewachsenen Inselgras finden.

/Galapagos / Isla Santa Cruz / Puerto Ayora
Puerto Ayora auf der Isla Santa Cruz, der zweitgrößten
Insel des Archipels: Blick von der Hafenpromenade
(bzw. Erinnerung an Charles Darwin)

Bei der Fahrt zum Reservat wird eines der Probleme der Inseln deutlich: die von den Siedlern eingeführten Tiere wie Ziegen oder Hunde sind für viele einheimische Tiere eine ernsthafte Bedrohung und haben mancherorts das labile ökologische Gleichgewicht in Gefahr gebracht.

Galapagos / Vulkanisches Gestein
Dunkles Vulkangestein dominiert die Galapagos-Inseln

Doch die Sensibilität wächst: wer Galapagos heute besucht darf weder Nahrungsmittel noch Samen mitbringen, das Verlassen der Wege ist Besuchern ebenso verboten wie das Berühren von Tieren. Schutzvorkehrungen, die notwendig sind, und die von den Guides, die bei jedem Landgang dabei sind, scharf kontrolliert werden.



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