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Blaufußtölpel und Albatrosse

Nur wenige Meter weiter entdeckt man eine Gruppe von Blaufußtölpeln, die gerade ihr Balzritual aufführen. Beim Weitergehen sollte man aufpassen, damit man nicht über ein Vogelnest stolpert. Verblüffend: die zutraulichen Vögel sind keinesfalls erpicht darauf, dem Menschen auszuweichen - schließlich haben sie auf dem Eiland keine natürlichen Feinde.

Galapagos / Blaufußtölpel
Beim Balztanz werden die Blaufußtölpel - hier auf derIsla
Española - zu Akrobaten und recken ihren Schwanz,
den Schnabel und beide Flügel gleichzeitig in die Höhe

Je nach Insel ist die Tierpopulation auf Galapagos sehr unterschiedlich: auf Española, einer der südlichsten Inseln, finden sich nicht nur urtümliche Landleguane, die erst aktiv werden, wenn sich ihr Blut durch den Sonnenschein erwärmt hat, sondern auch eine große Kolonie mit Albatrossen. Die weißgefiederten Tiere, die bis zu fünfzig Jahre alt werden können, leben von Ende März bis Ende September auf der Insel - den Rest des Jahres verbringen sie in Peru oder Chile. Obwohl auch die Albatrosse auf der Insel keine natürlichen Feinde haben, geht ihr Bestand aus unerfindlichen Gründen seit einigen Jahren zurück.

Rotfußtölpel und Nachtmöwen

Ein weiteres Vogelparadies: die Insel Genovesa, auch Tower-Island genannt, im Norden des Archipels. Hier finden sich, ganz in der Nähe der Charles Darwin Bay, zahlreiche Rotfußtölpel sowie Hunderte von Nachtmöwen. Diese Möwen verfügen über ein besonders ausgeprägtes Sehvermögen, damit sie nachts besser fischen können. Ein Stück weiter liegen dicke, buschige und etwa hühnergroße Vögel am Weg. Es sind die Küken der Fregattvögel - es dauert nicht lange, und eines der Elternteile kommt angeflogen. Der ausgewachsene Vogel hat Futter gesucht und stopft nun den in seinem Schlund gelagerten Fisch in den Schnabel des Jungtiers.

Galapagos / Rotfußtölpel
Auf der Insel Genovesa im im Norden des Archipels finden sich mehr als 10.000 Rotfußtölpel. Im Gegensatz zu den Blaufußtölpeln, die ihre Nester auf dem Boden bauen, leben die Rotfußtölpel eher in Büschen

Auch hier ist auffällig: die Tiere zeigen so gut wie keine Scheu vor dem Menschen. Kein Wunder also, dass Charles Darwin auf Galapagos ideale Bedingungen vorfand, um die Natur zu beobachten. Sein Besuch im Jahr 1835 legte das Fundament für seine Theorie zur Entstehung der Arten. Als Musterbeispiel, wie sich Tiere auf Galapagos entsprechend der Umweltanforderungen unterschiedlich spezialisiert hatten, gilt der so genannte Darwinfink. Mindestens dreizehn verschiedene Arten, die eine zusammenhängende Gattungsgruppe bilden, haben Naturforscher auf den Vulkaninseln gezählt. Die Finken verfügen beispielsweise über unterschiedlich gestaltete Schnäbel - je nachdem, welche Nahrungsgrundlage sie auf ihrer Insel vorfinden. Samenfressende Finken haben beispielsweise eher dicke Schnäbel, Insekten fressende Arten verfügen über längere und deutlich dünnere Schnäbel.



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